Menü

Einhörner zum Leben erwecken - Kultur-Hackathon in Mainz gestartet

In Museen, Bibliotheken und Archive stecken viele Daten, die sich kreativ nutzen lassen. Programmierer, Designer und Historiker haben sich das vorgenommen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen
Einhörner zum Leben erwecken - Kultur-Hackathon in Mainz gestartet

(Bild: Coding da Vinci )

Rund 140 Programmierer, Designer und Historiker sind am Wochenende an der Universität Mainz zusammengekommen, um Daten aus Museen und Archiven neu erfahrbar zu machen. Nach der Präsentation von 35 Datensätzen von Kultureinrichtungen bildeten sich 18 Gruppen mit Ideen für konkrete Projekte, wie Joachim Kemper vom Organisationsteam des Kultur-Hackathons "Coding da Vinci" am Sonntag mitteilte.

Als Beispiel nannte Kemper das Projekt "Monster Melodies" – hier sollen historische Abbildungen von Einhörnern und anderen Fabelwesen aus einer Sammlung der Martinus-Bibliothek des Bistums Mainz musikalisch zum Leben erweckt werden. Ein anderes Projekt widmet sich der Idee, Stolpersteine des Aktionskünstlers Gunter Demnig "digital zum Glänzen zu bringen", ihre Präsenz im Netz mit der vor Ort zu verbinden.

5 Wochen Zeit statt nur ein Wochenende

Als Leiter des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg brachte Kemper eine Datenbank mit biografischen Angaben jüdischer Familien in Unterfranken seit dem 19. Jahrhundert in den Hackathon ein. In Mainz seien Datenbanken aus insgesamt acht Archiven angeboten worden, so viele wie bei den bisherigen fünf "Coding-da-Vinci"-Veranstaltungen in ganz Deutschland zusammen, sagte Kemper.

Die Teilnehmer haben nun fünf Wochen Zeit, ihre Anwendungen zu entwickeln. Am 1. Dezember endet der Hackathon mit der Präsentation der Ergebnisse und einer Preisverleihung am Landesmuseum in Mainz. Im nächsten Jahr geht es dann in Bayern weiter. Das Kunstwort Hackathon ist zusammengesetzt aus dem Hacken von Software und dem Marathon. (axv)

Anzeige
Anzeige