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Einreise in die USA nur noch gegen Fingerabdruck

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Deutsche und Staatsbürger aus 26 weiteren so genannten Visa-Waiver-Ländern, die also ohne Visum in die USA einreisen können, müssen seit dem heutigen Donnerstag bei der Einreise in die USA ihre Fingerabdrücke registrieren lassen, die dauerhaft in Datenbanken verbleiben. Mitarbeiter der US-Einwanderungsbehörde fertigen zudem Digitalfotos an, die ebenso wie die elektronischen Fingerprints mit Datenbeständen verglichen werden, die Informationen über Verbrecher und mutmaßliche Terroristen enthalten.

Die Maßnahmen sind Teil des Programms US-VISIT (United States Visitor and Immigrant Status Indicator Technology), das zuvor schon auf Personen angewandt wurde, die ein Visum zur Einreise in die USA benötigen. Das erkennungsdienstliche Verfahren wird durchgeführt, während Zoll- und Grenzschutzbeamte die Reisedokumente sichten und Fragen zum Aufenthalt des Besuchers in den USA stellen.

Ausnahmen gibt es für Kinder, Erwachsene über 79 Jahre sowie Personen, die mit Diplomatenpass oder NATO-Visum in die USA einreisen. Die neuen Regeln gelten nicht für US-Bürger, Kanadier mit Pässen, die biometrische Merkmale enthalten, sowie mexikanische Staatsbürger mit speziellen Einreisekarten für den grenznahen Verkehr.

Ab 26. Oktober müssen Reisende aus EU-Ländern zudem einen maschinenlesbaren Pass vorzeigen, um ohne Visum in die USA einreisen zu können. Für deutsche Staatsbürger bedeutet dies, dass nur noch die bordeauxfarbenen Europapässe akzeptiert werden; Kinderausweise und vorläufige Reisepässe reichen nicht aus. Ab dem kommenden Jahr müssen die Pässe zudem weitere biometrische Informationen enthalten. (pmz)

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