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Electronic Arts streicht 1100 Jobs

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Der US-amerikanische Videospiele-Entwickler Electronic Arts (EA) streicht nach einem schwachen Quartal mit hohen Verlusten mehr als jede zehnte Stelle. Mit 1100 Arbeitsplätzen fallen elf Prozent der Jobs weg, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. In dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal ergab sich vor allem durch Abschreibungen ein Verlust von 641 Millionen US-Dollar (493 Millionen Euro). Der Umsatz legte zugleich um 10 Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar zu.

EA rutscht damit immer tiefer in die roten Zahlen, nach neun Monaten hat sich bereits ein Minus von gut einer Milliarde Dollar angesammelt. Nach dem Verlust von 310 Millionen Dollar im Quartal davor hatte der Konzern bereits den Abbau von 500 bis 600 Arbeitsplätzen angekündigt. Es war zunächst unklar, ob diese Stellenstreichungen in der neuen Zahl von 1100 Jobs bereits enthalten sind. EA hatte bereits im Dezember angesichts eines enttäuschenden Weihnachtsgeschäfts deutliche Einschnitte in Aussicht gestellt.

Im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hatte sich der Verlust mit 33 Millionen Dollar noch relativ in Grenzen gehalten. Diesmal schlug allein eine Abschreibung auf den Wert des Handyspiele-Geschäfts mit 368 Millionen Dollar zu Buche. Der Bereich kam dabei auf Umsätze von 50 Millionen Dollar, ein Plus von 28 Prozent.

Da das Geschäft von EA schlechter läuft als erwartet und mehrere wichtige Spiele aufgeschoben wurden, senkte der Konzern die Prognosen für das Geschäftsjahr. Das Unternehmen hat Spiele wie FIFA 09, Rock Band oder Need for Speed im Angebot. Den Start mehrerer potenzieller Hits wie The Sims 3 hatte EA ins nächste Geschäftsjahr verschoben. (dpa) / (anw)