Elektro-Lkw: Volvo will den Schwerlast-Straßenverkehr elektrifizieren

Der Schwerlastverkehr in US-Städten lastet schwer auf der Umwelt. Volvo will mit einem Truck abhelfen.

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(Bild: Volvo)

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Volvo hat einen ersten Einblick in die praktische Umsetzung seines Projekt "Lights" gewährt, den Schwerlastverkehr auf US-amerikanischen Straßen zu elektrifizieren. Im kalifornischen Fontana führte der schwedische Hersteller seinen Volvo VNR Electric vor, einen vollelektrisch betriebenen Truck mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 15t (Class 8).

Im nächsten Schritt soll der Truck monatelang in echten Einsätzen in Unternehmen getestet werden. Diese Erfahrungen sollen in die Serienproduktion einfließen, die voraussichtlich Ende 2020 beginnt.

Sein Programm "Lights" (Low Impact Green Heavy Transport Solutions) hatte Volvo Ende 2018 zusammen mit Partnerunternehmen in Gang gesetzt. Beteiligt sind laut Volvo 15 öffentliche und private Partner, die die Machbarkeit vollelektrischer Schwerlasttransporte vor allem in stark von Verkehr belasteten Gebieten mitsamt der nötigen Infrastruktur zu demonstrieren. Schließlich würden 70 Prozent des täglichen Bedarfs zu den Geschäften mit Trucks transportiert. Die dadurch entstehende Umweltbelastung soll stark gemindert werden.

Volvo Trucks sieht sich der Aufgabe gut gewachsen, denn das Schwesterunternehmen Volvo Buses habe bereits über 5000 Hybrid- und vollelektrische Busse hergestellt. Dazu kommen diverse mittelschwere elektrische Lastwagen.

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Der VNR Electric gleicht äußerlich seinem Diesel-Pendant. Die Energie wird in modularen 66kWh-Batterien gespeichert, die speisen zwei Elektromotoren. Die Reichweite soll bis zu 280 km betragen. Als Referenz gibt Volvo den 2018 vorgestellten FE Electric an, der beispielsweise als Müllwagen eingesetzt werden kann.

Volvo-Konkurrent Daimler ist ebenfalls elektrisch in den USA aktiv. Ende 2018 hatte das Unternehmen seinen ersten Elektro-Lkw einem Logistikunternehmen für den Praxiseinsatz übergeben.

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(anw)