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Elektro-Lkw eActros: Daimler will Elektro-Lastwagen ab 2021 in Serie bauen

Emissionsfrei und leise innerhalb von Städten Waren ausliefern, das will Daimler mit seinem Elektro-Lkw eActros ermöglichen.

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Elektro-Lkw eActros: Daimler will Elektro-Lastwagen ab 2021 in Serie bauen

(Bild: Mercedes-Benz)

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Der Auto- und Lastwagenhersteller Daimler will seinen ersten Elektro-Lkw ab 2021 in Serie fertigen. Die Erprobung des sogenannten eActros beim Kunden beginne in den kommenden Wochen, kündigte der Konzern am Mittwoch in Stuttgart an. Zehn verschiedene Firmen aus Deutschland und der Schweiz sollen jeweils ein Fahrzeug auf Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit testen.

Der 18 oder 25 Tonnen schwere Laster – es gibt zwei Varianten – soll eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern haben. Er ist für den lokalen Verteilerverkehr gedacht, also zum Beispiel für die Belieferung von Supermärkten.

Vor der Serienreife seien noch viele technische, vor allem aber betriebswirtschaftliche Fragen zu klären, betonte Daimler. Dazu gehörten auch die Kosten der Batterien oder die notwendige Infrastruktur bei den Kunden.

Seit 2014 betreibt Daimler Trucks nach eigenen Angaben mit dem Fuso Canter E-Cell Kundentests im leichten Verteilerverkehr. In den nächsten Jahren sollen alle Lkw- und Bus-Baureihen der Marke elektrifiziert werden. Der eActros ist hingegen für den schweren Verteilerverkehr gedacht.

(Bild: Mercedes-Benz)

Als gewichtiges Argument für elektrifizierten Lastverkehr schildert Daimler die Urbanisierung. Seit 2008 lebten weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land, schreibt das Unternehmen. Die UN rechneten für das Jahr 2050 mit neun Milliarden Bewohnern auf der Erde, davon werden etwa 70 Prozent in Städten wohnen. Immer mehr Güter müssten also in urbanen Räumen transportiert werden, das soll mit Hilfe von Lkw wie dem eActros möglichst emissionsfrei und leise geschehen.

Allerdings sei bis vor kurzem der Einsatz vollelektrischer Antriebe im Lkw undenkbar gewesen, vor allem wegen der hohen Kosten für die Batterien und der geringen Reichweite. Inzwischen sei die Technik deutlich ausgereifter. Daimler Trucks erwartet, dass die Kosten für die Batterien eines vollelektrischen Lkw von 1997 bis 2025 von 500 Euro/kWh auf 200 Euro/kWh sinken werden. Gleichzeitig steige die Leistung von 80 Wh/kg auf 200 Wh/kg.

Städte wie London oder Paris würden erwägen, Verbrennungsmotoren aus ihren Zentren zu verbannen, erscheint für Daimler eines der Motive. Ähnlich argumentiert auch der schwedische Konkurrent Volvo, der ab 2019 Elektro-Lkw verkaufen will. (mit Material der dpa) /

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