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Elektro-Smart fast doppelt so teuer wie Benzinerversion

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Die neueste Generation des batteriegetriebenen Kleinwagens Smart fortwo electric drive ist ab heute bestellbar. Zwar war der 2,70 Meter kurze Zweisitzer von Beginn an auch in einer Elektrovariante vorgesehen, doch kamen seit dem Marktstart 1998 nur Exemplare mit Verbrennungsmotor zum Endkunden. Frühere Elektroversionen dienten zum Beispiel in Flottenversuchen oder in behördlichen Fuhrparks.

Smart-Fertigung im elsässischen Hambach

(Bild: Daimler AG)

Die Neuauflage mit Lithium-Ionen-Batterie ist hingegen die erste, die in Serie gefertigt wird – und zwar auf demselben Band wie ihre Pendants mit Benzin- oder Dieselmotor. Wie diese ist es als Coupé oder Cabrio zu haben. Doch für einen Elektroflitzer mit "umfangreicher Serienausstattung auf Basis der Ausstattungslinie passion" muss man tief in die Tasche greifen: Für 18.910 Euro gibt es das Coupé, für 22.000 Euro das Cabrio – sofern man sich für das "Sale&Car"-Angebot entscheidet, bei dem eine monatliche Batteriemiete von 65 Euro dazukommt. Wer die 17,6 kWh große Antriebsbatterie mitkaufen will, zahlt 23.680 für das Coupé respektive 26.770 Euro für die Frischluftausführung.

Hingegen ist der billigste Benziner mit 45 kW (61 PS) ab 10.275 Euro erhältlich. Ein Blick in den Konfigurator offenbart, dass der Benziner, der mit 52 kW (71 PS) dem Elektriker beim Leistungswert am nächsten kommt, in der Passion-Ausstattung für 13.035 Euro beziehungsweise 16.125 Euro für das Cabrio zu haben ist.

Ein wesentliches Verkaufsargument der zur Daimler AG gehörenden Marke lautet, dass die Elektro-Variante während der Fahrt keinerlei Abgase ausstößt – wie es um die Ökobilanz der Stromerzeugung und der Batterieproduktion bestellt ist, steht freilich auf einem anderen Blatt. Jedenfalls verspricht der 55 kW (75 PS) starke Elektromotor prinzipbedingt kräftigen Durchzug ab der ersten Umdrehung. Laut Hersteller kommt der Smart ed in 4,8 Sekunden von 0 auf 60 km/h – und während des gesamten Vortriebs muss man nicht einmal schalten. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h und einer Reichweite von 145 Kilometern eignet er sich bedingt auch für Ausflüge außerhalb der Stadtmauern.

Weitere Informationen rund um den Smart ed und die Geschichte des ungewöhnlichen Autos lesen Sie auf heise Autos:

(ssu)

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