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Elektroauto: Fiat Centoventi – das "demokratische E-Auto"

Fiat will mit seinem 500er-Modell das Autofahren demokratisiert haben. Ähnliches haben die Italiener nun mit einem Elektroauto-Konzept im Sinn.

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Elektroauto: Fiat zeigt mit dem Centoventi, wie es sich E-Autos vorstellt

(Bild: Fiat)

Als "demokratische Antwort auf Elektromobilität" will Fiat das Konzept eines Elektroautos wissen, das der italienische Konzern momentan auf dem Genfer Automobilsalon vorstellt. Der 3,7 m lange, 1,7 m breite und 1,5 m hohe Centoventi Concept soll erschwinglich sein, betont Fiat. Einen genauen Preis, weitere technische Daten und ein Produktionsdatum hat der Autohersteller noch nicht bekannt gegeben.

Im Centoventi soll der Kunde das Interieur selbst konfigurieren, seine Accessoires auswählen und das Fahrzeug nach seinen Bedürfnissen gestalten können. Das Elektroauto soll in einer Farbe gefertigt werden, könne dann aber vom Kunden individualisiert werden. Die Auswahl umfasst vier Dächer, vier Stoßfänger, vier Radabdeckungen und vier Beklebungen, teilte Fiat mit. Dazu kommt ein modularer Batteriepack, durch das die Reichweite von 100 auf 500 km erweitert werden könne, indem der Besitzer zusätzliche Batterieeinheiten kauft oder mietet.

Fiat meint, sein Modell 500 habe in den fünfziger Jahren eine industrielle und kulturelle Revolution ausgelöst und traditionelle Kategorien in Aussehen, Design und Technik überwunden. Der Fiat 500 sei zu einer Ikone geworden "und zum ersten Beispiel einer für den Massenmarkt erschwingliche Mobilität". Daran will das Unternehmen mit dem Centoventi anknüpfen.

Damit verbindet Fiat ein neues Geschäftsmodell für Automobilzubehör. Außer Stoßfänger, Polycarbonat-Dach, Lackierung, Lingotto-Instrumententafel, Batterien und digitale Heckklappe, die nur im Handel installiert werden können, können die anderen 114 von der Fiat-Tochter Mopar entwickelten Zubehörteile auch online gekauft und vom Kunden selbst montiert werden. Dazu gehören das Soundsystem, die Armaturenbrett- und Türstapelfächer und die Sitzpolster. Einige einfach strukturierte Accessoires wie beispielsweise ein Getränkehalter oder ein Dokumentenhalter sollen auf einem 3D-Drucker zu Hause, im Autohaus oder in einer Spezialdruckerei gedruckt werden können.

Fiats Elektroautokonzept Centoventi (5 Bilder)

Der serienmäßige Centoventi soll ein offenes Dach haben, das geschlossen werden kann. Der Käufer soll sich zwischen einem zweifarbigen Polycarbonatverdeck, Stoffverdeck, eine integrierte Ladebox und ein Dach mit einem Solarmodul entscheiden können. Die Energie des Solarmoduls mit seinen 50 Watt soll das Auto kühl halten, wenn es geparkt ist.

(Quelle: Fiat)

In die Heckklappe kann ein Display integriert werden, mit dem der Außenwelt Botschaften mitgeteilt werden sollen. Während der Fahrt wird aus Sicherheitsgründen nur das Fiat-Logo angezeigt, sobald er anhält, kann der Fahrer in den Modus "Messenger" wechseln. Die digitale Heckklappe könne so zu einer "Werbefläche" werden, die an Werbetreibende vermietet werden kann.

Premieren auf dem Genfer Autosalon 2019 (112 Bilder)

Lamborghini Aventador SVJ Roadster
(Bild: gims.swiss)

Übersicht Elektroautos 2019 (33 Bilder)

Renault Twizy

Das derzeit billigste E-Auto auf dem deutschen Markt ist der Renault Twizy. Im Basispreis von unter 7000 Euro sind allerdings die Batterien nicht enthalten.

(anw)