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Elektroauto-Hersteller Tesla Motors mit gelungenem Börseneinstand

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Der kalifornische Elektrofahrzeug-Hersteller und Akku-Entwickler Tesla Motors hat seinen Börsengang erfolgreich absolviert. Wie das Unternehmen mitteilt (PDF-Datei), wurden insgesamt 13,3 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 17 Dollar bei Anlegern platziert. Dem Unternehmen, das bislang erst rund 1100 Exemplare seines 109.000 Dollar teuren Roadster ausgeliefert hat, fließen aus dem Börsengang damit knapp 189 Millionen Dollar abzüglich Unkosten zu. An der New Yorker Börse wurde das TSLA-Papier am Dienstag zunächst sogar mit 19 Dollar gehandelt, derzeit (18:30 Uhr MESZ) notiert das Papier bei 18,30 Dollar.

Das große Interesse an Tesla-Aktien überraschte auch das Management, das zuletzt noch mit der Ausgabe von 11,1 Millionen Anteilen zu einem Stückpreis von 14 bis 16 Dollar gerechnet hatte. Gewinne hat Tesla bislang nicht erwirtschaftet – im Gegenteil: Die Verluste seit Gründung sollen sich auf über 260 Millionen Dollar belaufen, allein im ersten Quartal 2010 wurde ein Minus von nahezu 30 Millionen Dollar angehäuft. Und im IPO-Prospekt heißt es unter dem Punkt "Risiken", dass das Unternehmen angesichts erheblicher Kosten- und Ausgabesteigerungen auch in absehbarer Zeit mit Verlusten rechne.

Hoffung dürften die Anleger deshalb vor allem in Teslas langfristige Zukunft setzen. So soll im Jahr 2012 die Produktion des "Model S" starten, einem viertürigen Elektroauto für den Massenmarkt, das unter 60.000 Dollar kosten soll. Von der US-Regierung erhielt Tesla in diesem Zusammenhang im vergangenen Sommer die Zusage für einen 465-Millionen-Dollar-Kredit. Sicherheit versprechen sich die Anleger aber auch von der Kooperation Teslas mit namhaften "traditionellen" Automobilherstellern. So beteiligte sich Daimler im vergangenen Jahr mit einem Anteil von knapp 10 Prozent an dem Unternehmen, im Mai dieses Jahres kündigte Toyota an, mit 50 Millionen Dollar bei den Kaliforniern einsteigen zu wollen. (pmz)