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Elektroautos: Continental ist Batteriezellenproduktion zu teuer

Solange sich aus einer Zellfertigung kein attraktives Geschäftsmodell entwickeln lasse, sei ein Engagement "unternehmerisch fahrlässig", sagte der Conti-Chef.

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(Bild: dpa)

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Der Autozulieferer Continental hat sich in Sachen Batteriezellenproduktion offenbar entschieden. Aus Kostengründen gebe es keinen "nachvollziehbaren Grund, in Deutschland zu investieren", sagte Continental-Chef Elmar Degenhart laut einem Zeitungsbericht. Dies hätte "einen großen Wettbewerbsnachteil, weil die Energiekosten viel zu hoch" wären.

Die Bundesregierung habe zwar eine Förderung zugesagt, sein Unternehmen könne es sich aber nicht erlauben, auf solcher Grundlage Investitionsentscheidungen zu tätigen, sagte Degenhart laut Tagesspiegel. Deutschland sei stark in der Entwicklung, aber auf der Produktionsseite "nicht wettbewerbsfähig". Solange man nicht davon überzeugt sei, aus einer Zellfertigung ein attraktives Geschäftsmodell entwickeln zu können, sei ein Engagement "unternehmerisch fahrlässig".

Bisher investierten die deutschen Autohersteller zwar viel Geld in Batteriewerke, in denen die Blöcke je nach Verwendungszweck zusammengebaut werden. Die Zellen kaufen die Hersteller allerdings in Asien ein. Inzwischen hat Volkswagen angekündigt, eine Milliarde Euro in eine Batteriezellen-Produktion zu investieren. Bosch und ZF – wie Continental Autozulieferer – haben sich bereits gegen eine Investition in Batteriezellen ausgesprochen. (anw)