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Elektroautos: Deutlich mehr E-Ladestationen – Großstädte kritisieren Förderung

Die Zahl der Ladestationen für E-Autos ist im ersten Quartal deutlich angestiegen. Aus manchen Städten heißt es aber auch, sie würden wenig genutzt.

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(Bild: dpa / Christoph Schmidt)

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In den ersten drei Monaten des Jahres ist die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland deutlich gestiegen. Bis Ende März kamen 1300 solcher Plätze hinzu, nun sind es insgesamt etwa 17.400, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Montag in Berlin mitteilte. Einige deutsche Großstädte haben eigene Ausbaupläne, allerdings sind die angestrebten Zahlen immer noch überschaubar.

Für die Kommunen ist es oft schwierig, Flächen für die Ladepunkte zu finden, wie eine Umfrage der dpa ergab. Außerdem sei die Förderung der Stromladenetze noch zu kompliziert, hieß es. Ende März hatte die Expertenkommission "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" einen massiven Mangel an Stromtankstellen konstatiert. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer fordert eine Milliarde Euro für private Ladesäulen.

In Nordrhein-Westfalen wollen die Großstädte die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladesäulen kräftig aufstocken. Allein in Köln sollen spätestens bis Ende 2020 nach Angaben der Stadt 400 weitere Ladepunkte fertig werden. Derzeit gibt es in der größten nordrhein-westfälischen Kommune 170 öffentlich zugängliche Ladepunkte des Versorgers Rheinenergie. Hinzu kommen 50 weitere öffentliche Ladepunkte anderer Anbieter.

Unter den großen Städten in Niedersachsen herrscht Uneinigkeit darüber, ob deutlich mehr Ladestationen auf öffentlichen Flächen installiert werden sollen als bisher – zumal mehrere Städte berichten, dass ihre vorhandenen Stationen bisher nicht ausgelastet sind. Auch aus Berlin heißt es, die Hauptstadt habe für Elektroautos ein dichtes Angebot an Ladesäulen, das jedoch nur gering ausgenutzt werde.

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(anw)