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Elektroautos: Eon sieht ausreichend Ladestationen

12.000 öffentliche Ladestationen zählt der Energieversorger Eon in Deutschland. Damit könnten dreimal mehr Autos versorgt werden.

Elektroautos: Eon sieht ausreichend Ladestationen

(Bild: heise online / Clemens Gleich)

Der Energiekonzern Eon wehrt sich gegen die Behauptung, es gebe zu wenige Ladestationen. Anfang dieses Jahres seien in Deutschland 54.000 Elektroautos unterwegs gewesen, die an 12.000 öffentlichen Ladestationen aufgeladen werden können. Damit kämen auf eine Ladestation 4,5 Elektroautos, heißt es in einer Eon-Mitteilung. Dem gegenüber empfehle die Nationale Plattform Elektromobilität für das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos im Jahr 2022 etwa 80.000 Ladestationen, also 12,5 Fahrzeuge pro Ladestation.

Bei den Zulassungszahlen für Elektroautos sowie der Anzahl der Ladestationen liegt Bayern weiterhin auf dem ersten Platz, ergab eine Auswertung des Energieversorgers: Knapp 13.000 E-Autos sind im Freistaat angemeldet, insgesamt gibt es für sie etwa 2300 Ladestationen. Mit 5,6 Elektrofahrzeugen pro Ladestation weist Bayern hinter Baden-Württemberg, das auf 5,8 kommt, das zweitschlechteste Verhältnis von E-Autos zu Lademöglichkeiten auf.

Anzahl der Elektroautos und Ladestationen je Bundesland.

(Bild: Eon)

Im Großraum München kommen 11,4 E-Autos auf eine öffentliche Ladestation, in Nürnberg sind es 10,2. In Berlin sind es 3,7 E-Autos je Ladestation, in Hamburg 3. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen kommen knapp zwei Elektroautos auf eine öffentliche Ladestation. Beim Anteil der E-Autos an den insgesamt zugelassenen Pkw liegt das nordöstliche Bundesland mit 0,05 Prozent allerdings auf dem vorletzten Platz.

In der Rangliste der Städte und Landkreise der Bundesrepublik steht Wolfsburg mit einem E-Auto-Anteil von 0,46 Prozent ganz oben. Der Zweitplatzierte ist der unterfränkische Landkreis Rhön-Grabfeld; dort fahren 0,41 Prozent aller zugelassenen Pkw rein elektrisch. Auf Platz drei folgt Stuttgart mit 0,40 Prozent auf Platz drei. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 0,12 Prozent.

Im Süden der Bundesrepublik sind anteilig deutlich mehr Elektrofahrzeuge unterwegs als in der Mitte oder im Norden. Ausnahmen sind Hamburg und Berlin. Im reinen Bundesländervergleich weisen die Hanseaten mit 0,18 Prozent den höchsten Anteil reiner Elektroautos an den zugelassenen Pkw auf. Bayern und Berlin teilen sich mit jeweils 0,17 Prozent den zweiten Platz, gefolgt von Baden-Württemberg mit 0,16 Prozent. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 0,06 Prozent.

(anw)

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