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Elektroautos: Ladekarten-Anbieter Maingau Energie dürfte bald Preise erhöhen

Mit Kampfpreisen für das Aufladen von E-Autos hat ein hessisches Unternehmen viele Kunden gewonnen. Doch so billig wie jetzt wird es nicht bleiben.

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Günstiger Ladekarten-Anbieter Maingau Energie dürfte bald Preise erhöhen

(Bild: Maingau Energie)

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Wer unterwegs sein Elektroauto auflädt, bezahlt in manchen Fällen mehrere Euro pro Kilowattstunde, also ein Vielfaches des Preises für Strom zuhause oder an billigeren Ladestationen. Mit einem attraktiven Angebot tut sich hier seit Anfang des Jahres Maingau Energie aus Hessen hervor: Das Unternehmen vertreibt eine Karte, die an bundesweit rund 7000 Stationen Aufladen für 5 Cent pro Minute ermöglicht, was bei 100-kW-Schnellladern auf etwa 3 Cent pro Kilowattstunde hinausläuft. Doch lange wird es dieses Angebot wohl nicht mehr geben, wie Technology Review online in "Eine Ladekarte für alle Ladestationen" berichtet.

Mit der Karte "einfach Strom laden" hat Maingau laut seinem Vertriebsleiter Dominik Habig seit Jahresbeginn eine fünfstellige Zahl von Kunden gewonnen – geplant seien nur 1500 gewesen. Wegen des niedrigen Preises ist die hohe Nachfrage nicht verwunderlich. Jedoch zahlt das Unternehmen dabei kräftig drauf: Es betreibt nur wenige eigene Säulen und muss fremden Betreibern in den meisten Fällen deutlich mehr bezahlen, als es seinen Kunden für den geladenen Strom berechnet. Kostendeckend dürfte das Angebot außer an den rund 60 Maingau-eigenen Ladesäulen fast nirgendwo sein.

"Es steckt gar keine riesige Kalkulation hinter den Preisen", räumt Vertriebsleiter Habig freimütig sein. "Wir wollten einfach das Thema fördern und einen Anreiz für die Anschaffung von Elektroautos bieten." Allzu lang dürften die besonders niedrigen Preise aber nicht mehr Bestand haben, wie Habig durchblicken lässt: "Es gibt derzeit bei uns Diskussionen, wie wir ein gutes Preissystem für alle Kundengruppen gestalten können. Ich gehe davon aus, dass wir 2019 die Preise anpassen werden." Etwa 30 Cent pro Kilowattstunde bezeichnet er dabei als "Untergrenze" für Endkunden, wenn es keine staatlichen Förderungen gibt.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)