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Elektroautos: Starke regionale Unterschiede im Ladenetz

Etwa 24.000 Ladepunkte für Elektroautos und Plug-in-Hybride gibt es in Deutschland. Sie sind regional sehr unterschiedlich verteilt.

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(Bild: Smile Fight/Shutterstock.com)

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Während in Großstädten und Ballungsräumen inzwischen vergleichsweise viele Ladestationen für Elektroautos zu finden sind, bestehen auf dem Land noch viele "weiße Flecken". Das geht aus einer Auswertung des Energieverbandes BDEW hervor, die der dpa und der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Der Verband sieht insgesamt eine "Dynamik" beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Unter den Großstädten gibt es die laut BDEW meisten Lademöglichkeiten in München (1103) und Hamburg (1070) – München sei damit an Hamburg vorbei gezogen. Die größte Stadt Berlin (974) folgt an dritter Stelle. Dahinter liegen Stuttgart (405), Düsseldorf (225) und Leipzig (215). Mehr als 75 Prozent der öffentlichen Ladepunkte würden von Energieunternehmen errichtet und betrieben, erläutert der BDEW.

Die einzelnen Bundesländer betrachtet liegt in absoluten Zahlen Bayern vorne – mit 5656 öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Es folgen Baden-Württemberg (4094) und das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen (3880).

Bei der Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte je 1000 Quadratkilometer sind Hamburg (1417) und Berlin (1093) an der Spitze. Es folgen Bremen (286), Baden-Württemberg (115), NRW (114), Hessen (82) und Bayern (79). Die wenigsten Ladepunkte je 1000 Quadratkilometer gibt es in den ostdeutschen Ländern Sachsen-Anhalt (16), Brandenburg (12) und Mecklenburg-Vorpommern (9).

Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit mit Stand Ende 2019 rund 24.000 öffentliche Ladepunkte – das sind fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Schnellladestationen liegt laut BDEW-Ladesäulenregister bei rund 15 Prozent. Demgegenüber stünden derzeit rund 220.000 E-Autos und Plug-in-Hybride, gab der BDEW bekannt. Im Durchschnitt würden sich damit gerade einmal neun E-Autos beziehungsweise Plug-in-Hybride einen Ladepunkt teilen.

80 Prozent der Ladevorgänge würden zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden. "Umso wichtiger ist es, dass im privaten Bereich jetzt endlich die Hürden für den Aufbau von Ladeinfrastruktur abgebaut werden. Das sollte sich die Politik weit oben auf ihre Agenda für das neue Jahr setzen", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. (anw)