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Elektroautos: Umweltministerin erwägt Elektroquote für Autohersteller

Elektroautos verkaufen sich in Deutschland momentan mau. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will das ändern.

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Klimabilanz

Diese Klimabilanz hat Ministerin Hendricks im Hinterkopf.

(Bild: bmub.bund.de)

Elektroautos sind in Deutschland noch kein Hit. Das will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ändern. In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung bringt sie eine "Elektroquote" für Hersteller ins Spiel.

Es sei "gut möglich, dass wir eine Quote für Elektroautos brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren", sagte die Ministerin. Die Quote werde die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich seien.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 11.410 reine Elektroautos neu zugelassen, dazu kommen rund 48.000 Hybrid-Wagen. Seit Juli 2016, seitdem es in Deutschland dafür eine Kaufprämie gibt, haben sie 9000 Käufer von E-Autos beantragt. Die Bundesregierung hat sich erhofft, das der Verkauf von mindestens 300.000 Fahrzeugen angeschoben werden könnte.

China setze radikal auf Elektromobilität, um seine Luftprobleme in den Griff zu bekommen, argumentierte Hendricks. "Wollen wir auf deren riesigem Markt eigentlich keine Rolle spielen?" Eine Quote würde die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich sind. Das sage sie "nicht als Umweltministerin, sondern als Sozialdemokratin, die die guten Arbeitsplätze in Deutschland erhalten möchte".

Elektroautos in Deutschland (55 Bilder)

BMW produziert den i3 seit September 2013, in Deutschland wurde er ab November 2013 ausgeliefert. Grundpreis: 35.000 Euro. BMW gibt die Reichweite mit bis zu 200 km im Alltagsbetrieb an.

(anw)

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