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Elektrobranche warnt vor deutschem Rückstand bei Innovationen

Die Mitglieder des Verbands VDE wollen, dass Breitband und Mobilfunk flächendeckend ausgebaut werden, eine Bildungsoffensive angestoßen wird und eine IT-Sicherheits-Offensive, damit Deutschland international nicht abgehängt wird.

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Elektrobranche warnt vor deutschem Rückstand bei Innovationen

(Bild: brekoverband.de)

Die deutsche Elektroindustrie warnt vor einem großen Rückstand deutscher Anbieter im Wettlauf um die vernetzte "Industrie 4.0". Bei dem digitalen Zukunftsthema sei die Dominanz der USA sowie ostasiatischer Mitbewerber wie Japan und Südkorea weiter sehr ausgeprägt. Das geht aus einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) hervor, die am Montag auf der Hannover Messe vorgestellt wurde. Diese Nationen hätten deutlichen Abstand zu Deutschland und Europa.

Um das zu ändern, bedürfe es eines flächendeckenden Ausbaus der Breitband- und Mobilfunk-Infrastruktur etwa für den Kommunikationsstandard 5G sowie einer Bildungs- und IT-Sicherheits- Offensive. Immerhin sei mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) bereits Opfer von Cyber-Attacken geworden. Dabei seien große Unternehmen (71 Prozent) und Hochschulen (68 Prozent) überdurchschnittlich oft Ziele solcher Angriffe aus dem Netz gewesen. Diese zielten vor allem auf die Forschung und Entwicklung.

64 Prozent der Unternehmen gingen davon aus, dass bis 2025 die erste heiße Phase des digitalen Wandels in Deutschland beendet sein wird. Eine große Hürde sei auch der Fachkräftemangel, sagten 62 Prozent der Betriebe: Fast jedes zweite Unternehmen befürchtet demnach, den Bedarf an entsprechend ausgebildeten Ingenieuren und Informatikern in den nächsten Jahren nicht decken zu können. Als wichtigster Innovationstrend gilt die Elektromobilität. Dem VDE gehören rund 1300 deutsche Elektrounternehmen als Mitglieder an. Zum Verband gehören zudem Hochschulen sowie weitere technisch-wissenschaftliche Verbände. (anw)