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Elektronik-Bauelemente knapp, Preise steigen

Nicht nur DRAM-Speicherchips sind seit Monaten knapp und teuer, sondern auch einfache passive Bauteile wie SMD-Widerstände und MLCC-Kondensatoren.

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MLCC-Kondensatoren und SMD-Widerstände

MLCC-Kondensatoren und SMD-Widerstände

(Bild: c't / Christof Windeck)

Die Nachfrage ist höher als das Angebot: Dieser simple Zusammenhang macht viele elektronische Komponenten derzeit teuer. Bekannt sind die hohen Preise vor allem bei Speichermodulen (DIMMs) für PCs, Notebooks und Server, weil man sie einzeln kaufen kann. Doch nach Informationen aus der Branche sind auch gängige passive Bauelemente wie Kondensatoren der Bauform Multilayer Ceramic Chip (MLCC) und sogar SMD-Widerstände knapp. Von diesen eigentlich sehr billigen Bauteilen sitzen in manchen Geräten gleich hunderte. Deshalb wirken sich die Preissteigerungen deutlich aus, obwohl ein einzelner SMD-Widerstand bei Abnahme großer Mengen nur Cent-Bruchteile kostet.

Die höheren Bauteilpreise drücken bei manchen Geräteherstellern den Profit, in Einzelfällen sind wegen fehlender Komponenten die Absatzziele nicht zu schaffen.

Schon vor Monaten hatten Branchenmedien wie EPSNews über das knappe Angebot berichtet. Seither hat sich die Lage weiter verschärft und es gibt anscheinend keine Hinweise auf baldige Besserung. Einerseits ist die Nachfrage weiterhin sehr hoch, wobei vor allem auf (E-)Autos und Smartphones verwiesen wird. Andererseits haben sich wichtige Bauteilhersteller auf lukrativere Nischenmärkte spezialisiert, lasten ihre Kapazität also lieber mit teureren Spezialteilen statt mit billigen Standardbauteilen aus.

Bei NAND-Flash-Speicher hat sich die Situation hingegen seit dem vergangenen Jahr verändert: Hier ist jetzt hohe Fertigungskapazität vorhanden, die Preise fallen. Auch ein neuer Konkurrent kommt auf den Markt: die chinesische Yangtze Memory Technologies (YMTC).

MLCC-Kondensatoren und SMD-Widerstände

(Bild: Christof Windeck/c't)

(ciw)

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