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Elektronische Gesundheitsakte der TK wird mit Krankenhäusern vernetzt

Die elektronische Gesundheitsakte bekommt Unterstützung von den deutschen Krankenhausträgern Helios, Agaplesion und Vivantes.

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Elektronische Gesundheitsakte der TK wird mit Krankenhäusern vernetzt

(Bild: tk.de)

Die im Februar angekündigte Entwicklungspartnerschaft von IBM und Techniker Krankenkasse (TK) macht nach Angaben der Krankenkasse Fortschritte. Die auf den Patienten zugeschnittene elektronische Gesundheitsakte (eGA) wird in Zukunft von den großen Krankenhausträgern Helios Kliniken, Agaplesion und Vivantes unterstützt. Wenn die für 2018 angekündigte eGA in ihrer "ersten Ausbaustufe" startet, soll das "Diagnose- und Behandlungsgeschehen" eines Patienten aus den Krankenhausdaten in dessen Akte einfließen. "Die Partner streben zudem an, allgemeingültige Standards für die Einbindung von Diagnose- und Behandlungsdaten in die eGA zu erarbeiten", heißt es von der TK. Mit dabei ist auch das Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf sowie das Uni-Klinikum Heidelberg, dessen Fallakte PEPA integriert werden soll.

Die TK nutzte die Bekanntgabe der Krankenhaus-Kooperation, um ihre politischen Positionen zur Bundestagswahl vorzustellen. Zentraler Punkt ist der Schutz der zusammen mit IBM entwickelten eGA, die nach Aussage der TK dem hohen Standard des deutschen Datenschutzes entspricht. Der Patient sei so Herr seiner Daten und müsse dies bleiben, auch wenn er die Krankenkasse wechselt. "In der Konsequenz sollten alle Krankenkassen ihren Versicherten eine geschützte elektronische Akte anbieten müssen, die beim Wechsel der Krankenkasse auch übertragbar ist, damit die Daten nicht verloren gehen und die Vorteile für die Versicherten erhalten bleiben", heißt es in dem Positionspapier.

Außerdem wird eine Öffnungsklausel bei der digitalen Signatur gefordert, weil viel zu viele Verträge zwischen Kassen und Versicherten der Schriftform bedürfen. Krankenkassen sollen sich "die Identität der Versicherten außer durch die elektronische Gesundheitskarte auch durch die Kombination der Faktoren Wissen, Besitz oder Biometrie nachweisen lassen dürfen", wünscht sich die TK.

Update 18.8., 16.50: Bei dem Heidelberger Projekt PEPA (Persönliche elektronische Patientenakte) handelt es sich nach Auskunft des Betreibers um keine Fallakte, sondern um eine "fallübergreifende, longitudinale Akte". Die seit 2014 existierende PEPA des Heidelberger Uni-Klinikums soll mit der Akte der Techniker Krankenkasse "vernetzt" werden. (Detlef Borchers) / (anw)

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