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Elektronische Gesundheitskarte: Alle Konnektoren zugelassen

Mit dem Angebot von vier Konnektoren könnte der Aufbau der telematischen Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte 2019 abgeschlossen werden.

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Elektronische Gesundheitskarte: Alle Konnektoren zugelassen

Mit dem Konnektor von Secunet hat der vierte und letzte VPN-Konnektor seine Zulassung für den Betrieb in der telematischen Infrastruktur des Gesundheitswesens erhalten. Damit sind nach Auffassung der Projektgesellschaft Gematik genügend Alternativen auf dem Markt, um alle Praxen versorgen und online schalten zu können.

Parallel zu dieser Nachricht kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf der Fraktionskonferenz der CDU/CSU zum Thema Gesundheit einen Umbau der Gematik an. Es gehe nicht an, dass einzelne Entscheider wichtige Prozesse in der Gematik blockieren können, erklärte Spahn.

Erwartungen und Realitäten

Nach der Zulassung des RISE-Konnektors aus Österreich im November hat nunmehr der Konnektor von Secunet seine Zulassung erhalten und kann in den Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten installiert werden. Das Gerät wird ihnen unter dem Label "Mein Zugangsdienst" angeboten und vor Ort von den IT-Spezialisten von Arvato Bertelsmann installiert.

Unterdessen sprach sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Fraktionskonferenz für den Umbau der Gematik aus. Die Projektgesellschaft müsse verschlankt und agiler werden. Ärgerlich sei, wenn einzelne Gesellschafter der Gematik Entscheidungsprozesse blockierten. Dringlich sei die Frage der "Datennutzung als Datenspende" für die Versorgungsforschung zu lösen. Die Projektgesellschaft hatte ihm zuvor die Spezifikationen der elektronischen Patientenakte überreicht, die 1200 Seiten umfasst. Das sei nicht das, was er erwartet habe, erklärte Spahn laut Ärzteblatt. (anw)

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