Menü

Elektronische Gesundheitskarte: Atos Origin betreibt Zeit- und Namensdienst

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 31 Beiträge
Von

Der französische IT-Dienstleister Atos Origin hat nach eigenen Angaben den Zuschlag der Projektgesellschaft Gematik für die Zeit- und Namensdienste der elektronischen Gesundheitskarte erhalten. Damit betreibt Atos den zentralen Zeitserver via ntp, der alle Systeme der telematischen Infrastruktur synchronisiert. Außerdem betreibt der IT-Dienstleister die DNS-Server des Gesundheitskarten-Systems.

Atos Origin kommt damit zu einem weiteren Auftrag im Umfeld der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Bereits im Juli hatte die Tochterfirma Atos Worldline den Zuschlag für die Software- und Trustcenter-Dienstleistungen der Techniker-Krankenkasse erhalten. Außerdem wird von einigen Krankenkassen das Karten-Applikationsmanagement-Systems (KAMS) von Atos Origin eingesetzt. In der Presseerklärung freut sich Atos über den Auftrag und vergleicht ihn mit anderen kritischen IT-Dienstleistungen wie dem Betrieb der IT der olympischen Spiele.

Noch in diesem Jahr will die Gematik bekanntgeben, wer den Zuschlag für den Betrieb der Directory Services, des Audit Services und der Brokerdienste erhält. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Firmen zum Zuge kommen, die die Entwicklung dieser Dienste gewonnen haben, also IBM und Steria Mummert. Als letztes Detail im großen Telematik-Puzzle soll im Februar 2008 bekannt gegeben werden, wer den Zuschlag bei den PKI-Diensten bekommt. Hier geht es um die Ausgabe der TCL (Trust Component List) für die Hersteller von Komponentenzertifikaten und den Unterhalt der TSL (Trustservice Status List) für die CA-Zertifikate der Trust Service Provider von Heilberufsausweis, Gesundheitskarte und SMC-Gerätekarten. (Detlef Borchers) / (vbr)