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Elektronische Gesundheitskarte: Zweiter VPN-Konnektor bekommt Zulassung

Der von OpenLimit und T-Systems entwickelte Konnektor ist für die telematische Infrastruktur des Gesundheitswesens zugelassen worden.

Elektronische Gesundheitskarte: Zweiter VPN-Konnektor bekommt Zulassung

Werbung der Telekom für ihre Lösung zum Anschluss an die telematische Infrastruktur der elektronischen Gesundheitskarte: Die Rückseite des Konnektors muss wirklich sehr interessant sein ...

Der VPN-Konnektor von T-Systems hat die Zulassung für die Installation in den Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Physiotherapeuten erhalten. Nach Angaben von T-Sysstem liegen bereits 20.000 Vorbestellungen für den Konnektor vor, der zusammen mit OpenLinit am Prenzlauer Berg in Berlin entwickelt wurde. In Kürze sollen eigens geschulte Mitarbeiter den Konnektor installieren, der über eine besonders gesicherte Lieferkette in die Praxen geschickt wird.

T-Systems verkauft seinen Konnektor als "Medical Access Port Bundle" zum Preis von 3207,20 Euro. Im Preis enthalten ist ein stationäres Kartenterminal von Cherry (eGK-Tastatur G87-1505) oder Ingenico Orga (6141 online), wie es für den Online-Abfrage der Stammdaten eines Versicherten zwingend vonnöten ist. Zusätzlich kommen auf die Leistungserbringer monatliche Betriebs- und Wartungskosten von 82,67 Euro zu.

Nicht im Preis enthalten ist der Praxisausweis, eine SMC-B-Karte, die für jede Betriebsstätten-Nummer benötigt wird. Sie kostet 465 Euro plus eine Bereitstellungsgebühr von 60 Euro. Insgesamt liegt das Angebot preislich über der bereits reduzierten Erstattungspauschale für Ärzte.

Mit dem Angebot von T-System gibt es erstmals eine Auswahlmöglichkeit für den Anschluss an die bundesweite telematische Infrastruktur des Gesunsheitswesens. Bisher gab es nur den KoCo-Connector, der von der Compugroup, wahlweise auch zur Selbstinstalllation durch erfahrende Praxis-Admins im Koco-Shop vertrieben wurde.

Zwei weitere Konnektoren von Secunet sowie von der österreichischen Rise warten noch auf ihre Zulassung. Ob die Vorgaben des eHealth-Gesetzes erreicht werden, alle Praxen der leistunsgerbringer bis zum Jahresende anzuschließen und den Datenabgleich der Versicherten beim Arztbesuch online durchzuführen, ist unklar. Nach wie vor gibt es keine Konnektoren speziell für den Einsatz in großen Kliniken. Für kleinere Installationen hatte Concat auf der Fachmesse ConHIT eine rack-artige Lösung vorgestellt. (Detlef Borchers) / (jk)

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