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Elektronische Lesegeräte aus Dresden kommen später

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Die Markteinführung der in Dresden gefertigten elektronischen Lesegeräte der britisch-amerikanischen Firma Plastic Logic verzögert sich um ein halbes Jahr. Das Gerät solle nun im Januar 2010 zur Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas bereitstehen, sagte eine Sprecherin Rachel Lichten den Dresdner Neuesten Nachrichten. Das gegenwärtige Marktumfeld in den USA und Europa sei nicht ideal, um ein neues elektronisches Gerät einzuführen. Der Start der Produktion der Kunststoff-Lesemappen habe länger gedauert als erwartet. Plastic Logic wolle zudem mehr Funktionen als ursprünglich geplant anbieten; man feile daher intensiv an der Ausstattung. Ursprünglich sollte das erste Produkt Mitte dieses Jahres erscheinen.

Der Reader hat etwa A4-Format (22 cm × 28 cm), wobei die nutzbare Schirmfläche durch den Rahmen etwas kleiner ausfällt. Plastic Logic nutzt für das Display wie Sony bei seinem Reader und Amazon beim Kindle elektronische Tinte der Firma E Ink. Doch anders als bei Amazon und Sony ist die Ansteuerelektronik im Reader aus Plastik statt aus Silizium und das extrem dünne Display deshalb flexibel – zwar nicht aufrollbar, aber sehr nachgiebig. Inhalte werden per Kabel oder drahtlos auf das Gerät gespielt. Der Reader lässt sich an der Touch-Oberfläche des Displays mit Gesten steuern

Im September vergangenen Jahres hatte Plastic Logic die 100 Millionen Euro teure Fabrik in Dresden in Betrieb genommen. Dort sollen künftig 140 Beschäftigte die E-Reader herstellen. Das Startkapital für den Bau der ersten Fabrik für E-Paper-Displays mit Plastiksubstraten trug das Unternehmen mit Hilfe großer Investoren wie BASF, Siemens, Dow und Intel zusammen. Das Gerät hatte Plastic Logics erstmals als Prototyp auf der Demo08 vorgestellt. (jk)