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Elektronisches Papier mit verbesserter Helligkeit

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Forscher an der University of Cincinnati im amerikanischen Bundesstaat Ohio haben eine neue Displaytechnik entwickelt, die elektronisches Papier deutlich besser ablesbar machen soll. Konventionelle E-Paper-Verfahren liefern einen zu geringen Kontrast und könnten außerdem heller sein. Das neue Verfahren, das von Jason Heikenfeld, Professor für Elektro- und Computertechnik an der Hochschule, federführend entwickelt wurde, soll nun die Brillanz von echtem Papier erreichen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. "Wir können bald eine Technik demonstrieren, die bei Helligkeit und Farbdarstellung einen ähnlichen Buntheitsgrad hat wie bedrucktes Papier", so der Forscher.

Laut der in "Nature Photonics" veröffentlichten Arbeit können Bildpunkte mit dem Ansatz außerdem innerhalb von einer Millisekunde von schwarz nach Weiß umgeschaltet werden – schneller als die meisten LCD-Bildschirme. Das wäre für Video ausreichend, während die reguläre E-Paper-Technik höchstens einfache Animationen zulässt.

Heikenfeld und seine Kollegen haben einen Schwarz-Weiß-Prototypen mit einer steifen Oberfläche geschaffen, die 55 Prozent des Umgebungslichtes reflektiert – wesentlich mehr als aktuelles elektronisches Papier, das bereits auf dem Markt befindlich ist. Reguläres weißes Papier reflektiert zu 85 Prozent, schlägt Heikenfelds Ansatz in Sachen Helligkeit also noch. Der glaubt jedoch, dass er bald mit seiner Technik flexible Vollfarb-Displays aus Kunststoff herstellen kann, die 60 Prozent erzielen. Mit teureren Ausgangsmaterialien und verbesserten Produktionsprozessen seien gar weißem Papier ähnliche Helligkeitswerte erzielbar.

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(bsc)