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Elektrorennwagen VW I.D. R Pikes Peak bricht Rekord in Goodwood

43,86 Sekunden hat Fahrer Romain Dumas in Volkswagens Elektrorennwagen für die 1,86 km lange Strecke im südenglischen Festival of Speed benötigt.

Elektrorennwagen VW I.D. R Pikes Peak bricht Rekord in Goodwood

Der I.D. R Pikes Peak in Goodwood.

(Bild: Volkswagen)

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Volkswagen hat mit seinem Elektrorennwagen I.D. R Pikes Peak einen weiteren Rekord für Elektroautos in einem Rennen gebrochen. Fahrer Romain Dumas absolvierte beim Festival of Speed im südenglischen Goodwood die 1,86 km lange Strecke in 43,86 Sekunden. Damit lag er um 3,48 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke aus dem Jahr 2013, geht aus einer VW-Mitteilung hervor. Als Allzeit-Rekordhalter gilt der ehemalige Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld, der 1999 die Strecke mit einem McLaren-Mercedes MP4/13 aus der Formel 1 in 41,6 Sekunden bewältigt hatte, der I.D. R Pikes Peak belegt in der Gesamtrekordwertung den dritten Platz.

Neben Dumas I.D. R Pikes Peak sowie Hans-Joachim Stuck und Jochi Kleint im Volkswagen Golf 2 Bi-Motor Pikes Peak von 1987 mit 480 kW (652 PS) waren auf dem Kurs unter anderem Giacomo Agostini (I), Derek Bell (GB), Emerson Fittipaldi (BR), Mika Häkkinen (FIN), Tom Kristensen (DK), Nick Mason (GB), Sébastien Ogier (F), Richard Petty (USA), Walter Röhrl (D) oder auch Sir Jackie Stewart (GB) unterwegs. Ende Juni hatte Dumas die 19,99 km lange Bergstrecke am Pikes Peak in Colorado in 7:57,148 Minuten geschafft.

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Der I.D. R Pikes Peak hat zwei miteinander verbundene, fest eingebaute Lithium-Ionen-Batterieblöcke, die rechts neben und hinter dem Cockpit angeordnet sind. Ihre Energie geben sie an zwei separate Hochleistungselektromotoren an Vorder- und Hinterachse ab. Zusammen stellen sie eine Leistung von 500 kW (680 PS) bereit.

Die tatsächliche Leistungsabgabe soll je nach Situation auf der Rennstrecke elektronisch gesteuert werden. So soll das ideale neutrale Fahrverhalten erreicht werden, zum Beispiel wenn beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven die Vorderräder zusätzlich zur Antriebsleistung auch Lenkkräfte auf die Fahrbahn übertragen müssen, erläutert Volkswagen. Wenn der Fahrer Fahr- oder Bremspedal betätigt, werden deren Bewegungen nicht mit Seilzügen übertragen, sondern digital per E-Gas und Brake-by-Wire, einem Bremssystem mit elektronischer Signalübertragung.

Volkswagen-Chef Herbert Diess betonte, das sei "eine sehr gute Vorbereitung für unsere große Elektro-Offensive, die ja im nächsten Jahr beginnt". Bis 2025 bringen wollen die Volkswagen-Konzernmarken insgesamt mehr als 80 neue Autos mit E-Motor auf den Markt bringen, darunter rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride. Bis 2030 soll es für jedes der weltweit rund 300 Modelle des Konzerns in allen Fahrzeugklassen und -segmenten mindestens eine elektrifizierte Variante geben. Zurzeit hat VW den E-Golf und den E-Up als rein elektrische Pkw im Angebot. Dazu kommen die Plug-in-Hybride Golf GTE, Passat GTE und Passat GTE Variant. Das SUV-Coupé I.D. Crozz soll 2020 und der Elektro-Bulli I.D. Buzz 2022 auf die Straßen kommen.

(anw)

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