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Elmos macht Absatzkrise in der Automobilwirtschaft zu schaffen

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Der Dortmunder Chiphersteller Elmos Semiconductor bekommt die Absatzkrise in der Automobilwirtschaft zu spüren. Zwar konnte das Unternehmen den Umsatz im Jahr 2008 mit 175,1 Millionen Euro noch fast auf Vorjahresniveau (176,1 Millionen Euro) halten, im zweiten Halbjahr habe aber ein Abschwung "mit einer bislang nicht gekannten Geschwindigkeit und Größenordnung" eingesetzt, teilte Elmos am heutigen Mittwoch mit. Rund 90 Prozent ihres Umsatzes erzielt die Firma mit Chips für die Autoelektronik.

Das Betriebsergebnis für das Gesamtjahr beläuft sich nach vorläufigen Zahlen auf 15,4 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Die Zahlen für das vierte Quartal reflektieren die gegenwärtige Marktsituation jedoch genauer: Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent auf 41,7 Millionen Euro zurück, das Betriebsergebnis brach um 54,1 Prozent auf 1,3 Millionen Euro ein.

Das laufende Jahr sei mit einem weiteren starken Rückgang der Automobil-Zulassungszahlen gestartet, teilte Elmos weiter mit – und eine Belebung des Geschäfts zeichne sich nicht ab. Angesichts der unsicheren Marktsituation könne das Unternehmen derzeit keine verlässliche Prognose für 2009 abgeben. Elmos hat 1100 Beschäftigte, 800 davon in Dortmund und Duisburg. Das Unternehmen hofft, ohne Stellenstreichungen durch die Krise zu kommen. Seit Anfang des Jahres wird kurzgearbeitet. (pmz)