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Embedded-Spezialisten Kontron und Jumptec fusionieren

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Die beiden am Neuen Markt notierten Unternehmen Kontron und Jumptec wollen zum weltweit größten Hersteller von miniaturisierten Rechnern und Embedded Systemen fusionieren. Durch die Verschmelzung werde ein Einsparungspotenzial von 25 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren erwartet, berichteten die beiden neuen Partner; in das gemeinsame Unternehmen bringe Kontron rund zwei Drittel der Anteile ein. Der diesjährige Gesamtumsatz beider Firmen soll von etwa 270 Millionen Euro um 30 bis 40 Prozent auf 350 bis 400 Millionen Euro im kommenden Jahr steigen. In den ersten neun Monaten diesen Jahres hätten die Konzerne einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von insgesamt 20,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Eine Prognose für das kommende Jahr gaben die Unternehmen noch nicht ab.

Dem Zusammenschluss sollen keine Arbeitsplätze zum Opfer fallen, sagte ein Sprecher gegenüber dpa. Gut 1000 Arbeitnehmer der Kontron sowie rund 260 von Jumptec sollen in dem gemeinsamen Konzern beschäftigt werden. Die Nähe der beiden Management-Teams in Eching und Deggendorf nördlich von München habe die Verhandlungen vereinfacht. Die Unternehmen, die sich in ihrem jeweiligen Marktsegment als Marktführer sehen, würden nach der Fusion als weltweit einziger Anbieter der gesamten Produktpalette in der Miniaturcomputer-Technik auftreten.

Nach Einschätzung der Konzerne wird auch die Zusammenführung der unterschiedlichen geographischen Schwerpunkte zum Erfolg beitragen. Während Jumptec vorwiegend in Deutschland und Europa Geschäfte tätige, sei Kontron auf dem nordamerikanischen und asiatischen Markt vertreten. Außerdem ergänzten sich die Produktpaletten ideal, hieß es: Während sich Jumptec auf die eigentlichen Embedded Systeme konzentriert habe, liege der Schwerpunkt von Kontron auf den "nachgelagerten Systemen". (jk)