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Embedded World: Talentierte Funksensoren

Die Mikrocontroller der SimpleLink-ULP-Familie von Texas Instruments sollen diverse Funkverfahren abdecken -- ein Bastelkit im Format eines Schlüsselanhängers macht den Anfang.

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Welches Funkverfahren setzt sich im Internet der Dinge wohl durch? Für die SimpleLink-Bausteine ist das egal, denn sie sprechen die wichtigsten davon.

Texas Instruments richtet sich mit den billigen Sensortags ganz gezielt auch an Bastler.

Texas Instruments hat auf der Embedded World eine ganze Familie neuer Funkmikrocontroller für vernetzte Sensoren – dem, wie es in Nürnberg überall hieß, Internet der Dinge – vorgestellt. Das Ziel: Die Chips sollen alle wichtigen Funkstandards (außer WLAN) abdecken, einige sogar dazwischen übersetzen können.

Herzstück der SimpleLink Ultra-low Power Platform alias CC26xx- und CC13xxC-Chips ist immer ein 32-bittiger ARM-Kern (Cortex-M3). Der schluckt nur 61 µA/MHz. Unter Volllast bei 48 MHz holt er aus 2,9 mA immerhin 142 Coremark-Punkte. Beim Senden steigt der Stromdurst auf bis zu 6,1 mA, im Tiefschlaf reicht dagegen 1 µA.

Eine App darf natürlich auch nicht fehlen.

Los geht es mit drei Modellen fürs 2,4-GHz-Band: CC2640 spricht Bluetooth Smart (4.1) während CC2630 auf 6LoWPAN und ZigBee spezialisiert ist. Ihr großer Bruder CC2650 vereint ihre Fähigkeiten und fügt noch ZigBee RF4CE dazu. Im zweiten Quartal soll der CC1310 Frequenzen unterhalb von 1 GHz und Reichweiten bis zu 25 km erschließen. Im Herbst soll der CC2620 mit RF4CE kommen und Ende 2015 wird der Dual-Band-Chip CC1350 schließlich alle Funktionen auch in einem einzigen Chip abdecken.

An den Start geht Texas Instruments nicht nur mit dem 300 US-Dollar teuren Development Kit CC2650DK, sondern auch einem billigen Sensortag für Bastler. Das kostet gerade einmal 30 US-Dollar, bringt bereits ein paar Sensoren mit und passt an einen Schlüsselanhänger. Die passenden Android- und iOS-Apps gibt es gratis dazu.

Hingucker auf der Embedded World (32 Bilder)

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(bbe)