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Emotet befällt Medizinische Hochschule Hannover

Die Schadsoftware Emotet hat das Netzwerk der Medizinischen Hochschule Hannover befallen. Laut Klinik sind 170 Rechner betroffen.

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Blick aus dem Newsroom: Die MHH aus der Sicht von Heise Medien.

(Bild: heise online)

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Emotet hat wieder zugeschlagen: Seit Montag kämpft die IT der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit dem Befall durch die Schadsoftware. Das bestätigte ein Kliniksprecher gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) am Donnerstag. Demnach wurden in dem Universitätsklinikum 170 Rechner unter Quarantäne gestellt.

Die IT-Experten der MHH hätten den Befall unter Kontrolle, sagte der Sprecher weiter. Seit Mittwoch habe es keine Neuinfektionen gegeben. Patientendaten seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen. Da Emotet aber zwecks Verbreitung Mails absucht, könne deren Verbreitung nicht ausgeschlossen werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte das BSI vor zunehmenden Emotet-Angriffen gewarnt. Die Aktivitäten haben seit gut einem Monat stark zugenommen. So setzte ein Emotet-Befall die Neustädter Verwaltung außer Gefecht. Auch Krankenhäuser waren von Cyber-Attacken betroffen, wie ein Fall in Rheinland-Pfalz zeigte.

Im Mai gab es einen Emotet-Vorfall im Heise-Verlag, den wir ausführlich dokumentiert haben. Im Webinar "Emotet bei Heise – Lernen aus unseren Fehlern" erläutern wir ausführlich, welche Versäumnisse die Infektion und vor allem die nachfolgenden Ausbreitung begünstigt haben und wie man sich besser davor schützen kann. Auch das BSI stellt im Rahmen der Allianz für Cybersicherheit Informationen eine Übersicht zu Maßnahmen zum Schutz vor Emotet vor.

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(ktn)