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Ende 2017 soll der Quantenchip von Google kommen

Experten auf dem Gebiet der Quantencomputer rechnen damit, dass Google bereits Ende nächsten Jahres einen funktionsfähigen 50-Qubit Quantenchip vorstellen wird.

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Im Inneren dieses massiven Kühlers steckt ein D-Wave-Quantenchip.

(Bild: Google)

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Google soll nicht weit davon entfernt sein, einen der wohl leistungsfähigsten Quantencomputer der Welt fertig zu stellen. Davon jedenfalls sind viele Wissenschaftler auf diesem Gebiet überzeugt. Sie halten es für möglich, dass das Unternehmen bereits Ende 2017 einen eigenen Quantenchip vorstellt, schreibt Technology Review online in dem Text "Googles Quantencomputer in Sichtweite" und beruft sich auf das Magazin New Scientist. Dort wird Simon Devitt vom "RIKEN Center for Emergent Matter Science" in Japan zitiert: "Wenn es nicht die Forscher-Gruppe von Google ist, dann ist etwas falsch gelaufen."

Google selbst macht zwar keine genauen Angaben zu einer Veröffentlichung. Doch vor Kurzem wurden Ergebnisse veröffentlicht, denen zufolge es viel einfacher sein soll als bisher angenommen, einen leistungsstarken Quantenrechner zu bauen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Google erste – nicht unumstrittene – Tests mit dem D-Wave-Quantencomputer vorgelegt.

Nun sind einige Wissenschaftler überzeugt, darunter Devitt, dass ein funktionsfähiger 50-Qubit Quantenchip schon gegen Ende 2017 fertiggestellt sein könnte. Ein solcher Chip hätte die Leistung, andere Supercomputer bei der Lösung so genannter Optimierungsprobleme zu übertreffen.

Das große Ziel eines universellen Quantencomputers, der jeden heutigen Supercomputern in jeder Art von Berechnung schlagen würde, ist damit zwar noch lange nicht erreicht. Aber der Chip würde die Überlegenheit von Quantencomputern erstmals demonstrieren und damit einen Wendepunkt in der Geschichte der Computer-Technologie bedeuten. Die ersten Computer hätten zwar wenig praktischen Nutzen. Doch Experten gehen davon aus, dass sie eine Menge von Investitionen in die Entwicklung von Quantencomputern anstoßen würden. (jle)