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Ende des Irland-Tricks: Google ändert Steuer-Strategie

Google profitierte jahrelang von einem Steuerschlupfloch. Damit ist jetzt Schluss, weil Irland auf Druck anderer Länder die Spielregeln geändert hat.

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Google-Niederlassung: Über die Niederlande und Irland auf die Bermudas.

(Bild: Shutterstock)

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Google verabschiedet sich von einem Trick, mit dem das Unternehmen Milliarden an Steuern eingespart hat. Man werde das als "Double Irish with a Dutch Sandwich" bekannte Modell nicht weiter nutzen, erklärte ein Google-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Suchmaschinenkonzern reagiert damit auf eine veränderte Rechtslage: Irland entschied 2014, das von zahlreichen US-Konzernen genutzte Schlupfloch zu stopfen. Dabei wurde Google & Co. eine Übergangsfrist bis Ende 2020 eingeräumt.

Nach Berechnungen von Reuters zahlte Google dank des Tricks mehr als ein Jahrzehnt lang nur einen einstelligen Prozentsatz an Steuern auf seine außerhalb der USA erzielten Profite. Zahlreiche EU-Politiker hatten die Praxis kritisiert und Irland unter Druck gesetzt, seine Regeln zu ändern.

Google erklärte gegenüber Reuters, dass der weltweite Steuersatz des Unternehmens in den vergangenen zehn Jahren bei mehr als 23 Prozent gelegen habe. Über 80 Prozent davon seien in den USA fällig geworden.

Beim "Double Irish with a Dutch Sandwich" transferieren Konzerne ihre Gewinne über eine niederländische Unternehmenstochter auf ein in Irland ansässiges weiteres Unternehmen, das wiederum seinen Steuersitz auf den Bermudas hat. Möglich machen es Lizenzabkommen zwischen den verschiedenen Tochterfirmen. Dadurch werden sowohl Steuern in Europa als auch in den USA vermieden.

2019 überwies Google laut Reuters 21,8 Milliarden Euro nach Bermuda, fast zwei Milliarden Euro mehr als 2017. "Wir werden unsere Struktur vereinfachen und unser geistiges Eigentum nun über die USA lizenzieren und nicht Bermuda", erklärte ein Google-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur. (cwo)