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Ende des analogen Satelliten-TV für 2012 besiegelt

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Bereits Mitte Oktober wurde das konkrete Datum für die geplante Abschaltung der analogen Satellitenübertragung öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme bekannt: der 30. April 2012. Inzwischen sprach sich auch die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) dafür aus, die analoge Sat-TV-Übertragung bis spätestens zu diesem Termin zu beenden. Gemäß des jüngsten Digitalisierungsberichts empfingen bereits über 70 Prozent der Satellitenhaushalte ihr Programm digital, heißt es in der Mitteilung der ALM. Ein konkretes Abschaltdatum [...] schaffe Klarheit für alle Beteiligten, kommentierte Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) den Vorschlag der Landesmedienanstalten.

Der Verband der Privaten Rundfunk und Telemedien (VPRT) begrüßt die Entscheidung der Landesmedienanstalten, die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender ab Mai 2012 nur noch digital auszustrahlen. Im einem sechs Punkte umfassenden Analog‐Digital‐Fahrplan des Fachbereiches Fernsehen setzt sich der VPRT für eine "maßgebliche Beschleunigung der Digitalisierung sowie ein konkret definiertes Gesamtkonzept für den Analog‐Digital‐Umstieg" ein, das die Übertragungswege Satellit und Kabel berücksichtige. Auch die im VPRT organisierten Sender sollen demnach bis spätestens Ende 2012 ebenfalls die analoge Satellitenübertragung beenden; ein früherer Ausstieg sei möglich. Der VPRT bittet dabei die Politik, den festen Abschaltzeitpunkt "moderierend und gestaltend zu begleiten". Ebenfalls von den politischen Gremien erhofft sich der VPRT bis spätenstens Ende des kommenden Jahres ein "diskriminierungsfreies Migrationskonzept" inklusive festen Abschaltdatums auch für das Kabelfernsehen zu schaffen. (vza)

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