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Endgültiges Aus für CeBIT Home

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Die Deutsche Messe in Hannover wird das Expo-Jahr 2000 mit einem Rekordumsatz von rund 600 Millionen Mark abschließen. Für 2001 werden etwa 500 Millionen Mark erwartet und damit leicht mehr als im vergleichbaren Jahr 1999, sagte der Messevorstandsvorsitzende Prof. Klaus E. Goehrmann gegenüber dpa. Genaue Zahlen auch zum Ergebnis will die Messe AG Mitte Januar bekannt geben. Das Jahr 2001 als bisher an Veranstaltungen reichstes stellt nach Darstellung Goehrmanns "eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der Messe AG" dar.

In Deutschland bleibt die weltgrößte Computer-Messe CeBIT vom 22. bis 28. März mit rund 8.000 Ausstellern und mehr als 700.000 Besuchern das absolute Schwergewicht im Programm der Messe AG. Erstmals wird in diesem Jahr die Internationale Fachmesse Kälte- Klimatechnik (10. bis 12. Oktober) mit mehr als 600 Ausstellern in Hannover veranstaltet. Sie wird in jährlichem Wechsel mit Nürnberg vorerst bis 2009 in Hannover stattfinden. Zuvor wechselte sie zwischen Nürnberg und Essen. Die traditionelle Hannover Messe Industrie ist im kommenden Jahr vom 23. bis 28. April zu sehen.

Endgültig verabschiedet hat sich die Messe AG vom Konzept der CeBIT Home, die sich nicht als eigenständige Fachmesse für die Unterhaltungselektronik etablieren konnte. In diesem Jahr war die zuvor zwei Mal veranstaltete CeBIT Home mangels Ausstellerinteresses abgesagt worden; ursprünglich wollte die Messe AG aber weiter an dem Konzept festhalten und eine "anwenderorientierte Multimedia-Messe" etablieren.

Im kommenden Jahr will die Messe AG nach Goehrmanns Worten außerdem ihre Expansion im Ausland fortsetzen. "Einen Schwerpunkt unserer Engagements bildet der chinesische Markt, den wir mit Hilfe eines neu errichteten Messegeländes in Pudong/Schanghai umfassend eröffnen wollen." Dort beteiligt sich die Deutsche Messe zusammen mit den Messegesellschaften in Düsseldorf und München an der Erschließung eines neuen Ausstellungsgeländes mit zunächst vier Hallen von insgesamt rund 45.000 Quadratmetern.

Das Projekt kostet knapp 100 Millionen US-Dollar (etwa 220 Millionen Mark) und wird zur Hälfte vom chinesischen Kooperationspartner getragen. Den Rest übernehmen zu gleichen Teilen die drei deutschen Gesellschaften. Die Hallen sollen im September 2001 fertig sein. Die Messe AG will damit in einer der "wichtigsten Wachstumsregionen der Welt" Fuß fassen. "Dieses Messegelände wird ab Herbst das modernste und größte in dieser Region sein", sagte Goehrmann. (dpa) / (jk)

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