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EnerJ: Fehlertolerante Java-Programme sparen Energie

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Computersysteme verschlingen enorme Mengen von Energie. Ein erheblicher Teil davon ließe sich einsparen, wenn man die Betriebsspannung von Prozessoren, Grafik-oder Hauptspeicherchips senken würde. Dann liefen sie zwar ähnlich schnell wie zuvor, würden aber häufiger Fehler produzieren. Ein Forscherteam der Uni Washington um Assistant Professor Luis Ceze kam auf die Idee, das Schreiben von Programmen zu ermöglichen, die mit den zu erwartenden Fehlern sicher umgehen können. Dazu haben die Forscher der SAMPA-Gruppe (Safe MultiProcessing Architectures) die Java-Erweiterung EnerJ entwickelt, die beispielsweise "ungefähre" (approximate) Datentypen umfasst. Ein wichtiger Punkt ist auch die zuverlässige Trennung von Programmteilen, die präzise ausgeführt werden müssen, von fehlertoleranten Teilen.

In Simulationen ließ sich mit EnerJ 10 bis 50 Prozent Energie sparen, potenziell sollen bis zu 90 Prozent möglich sein. Laut ihrem Paper (PDF-Datei) hat die Arbeitsgruppe allerdings bisher keine Messungen mit realer Hardware durchgeführt. (ciw)