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Energiewende: Bundesregierung gegen generelle Ausweitung teurer Erdkabel

Die Bundesregierung hat sich gegen einen Vorschlag der Länder ausgesprochen, beim Netzausbau stärker auf Erdkabel zu setzen. Wegen vorher ausgehandelter Kompromisse kann sich Bayern wohl dennoch über Erdverkabelung statt neuer Stromtrassen freuen.

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Stromzähler

(Bild: dpa, Jens Büttner/Archiv)

Die Bundesregierung ist beim Ausbau der Stromnetze in Deutschland gegen eine generell stärkere Nutzung teurer Erdkabel. Einen entsprechenden Vorstoß der Länder lehnt die Bundesregierung ab. Damit zeichnet sich ab, dass der beim Energiegipfel Anfang Juli erzielte Kompromiss wohl allein Bayern nützt, wie aus einer am Mittwoch bekanntgewordenen Gegenäußerung zum Vorschlag des Bundesrates beim Energieleitungsausbau-Gesetz hervorgeht. Denn alle anderen Regionen außerhalb des Bundesbedarfsplangesetzes würden demnach nicht erdverkabelt, sondern nur die in Bayern.

"Die Bundesregierung lehnt eine generelle Ausweitung der Erdverkabelungsmöglichkeiten für Einführungen in die für den Betrieb von Energieleitungen notwendigen Anlagen, insbesondere Umspannanlagen und Netzverknüpfungspunkte, ab." Aus Sicht der Bundesregierung erscheine es nicht zielführend, die Option zur Erdverkabelung per se auszuweiten.

"Sämtliche Monstertrassen vom Tisch"

Die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD hatten sich am 2. Juli auch auf einen Kompromiss beim Ausbau der Stromnetze verständigt. Um Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer entgegenzukommen, sollen bei den großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen stärker bestehende Trassen genutzt werden. Auch sollen teure Erdkabel vorrangig verlegt werden. Seehofer zeigte sich daraufhin "rundum zufrieden": "Da kann ich sagen, dass sämtliche Monstertrassen vom Tisch sind." Netzbetreiber befürchten Verzögerungen und weitere Milliarden an Kosten. (axk)

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