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Energiewende: Bundesregierung soll Zukunft der Offshore-Windenergie sichern

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Politiker und Unternehmer aus dem Norden wollen mehr Planungs- und Bestandssicherheit für Windparks auf hoher See. Mit dem "Cuxhavener Appell" zur Offshore-Industrie richten sie nun einen Forderungskatalog an die Bundesregierung.

"Offshore ist der Eckpfeiler der Energiewende", sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Die Bundesregierung müsse endlich einen Koordinator einsetzen, der für die Energiewende Verantwortung übernehme, forderte er.

Neben den Wirtschafts- und Energieministern und -senatoren der fünf norddeutschen Bundesländer unterschrieben am Montag in Cuxhaven Bürgermeister und Unternehmen sowie die IG Metall. Vor der Tür demonstrierten Beschäftigte der Branche für ihrer Arbeitsplätze.

Die Offshore-Windenergie und die Energiewende befänden sich am Scheideweg, heißt es im "Cuxhavener Appell". Deutschland verfüge als einziges europäisches Land über die gesamte Wertschöpfungskette beim Bau von Windenergieanlagen im Meer. "Dieser industriepolitische Vorteil muss auch im Hinblick auf die Arbeitsplatzsicherung und Exportmöglichkeiten erhalten und ausgebaut werden."

Der Geschäftsführer der Windenergie-Agentur, Ronny Meyer, erklärte, mit rund 4500 Stunden voller Stromproduktion im Jahr seien Offshore-Windmühlen den Anlagen an Land überlegen, die im Durchschnitt auf 2000 Stunden kämen. Rund 18.000 Beschäftigte habe die Branche. Bis zu 33.000 wären möglich. 35 Prozent des Umsatzes werde im Süden Deutschlands erwirtschaftet.

Mehrere Nordsee-Windparks sind im Bau, zwei bereits fertig. Am Montagnachmittag sollte der Windpark Bard Offshore 1 nordwestlich von Borkum offiziell eröffnet werden. Die 80 Anlagen mit 400 Megawatt Leistung können 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. (anw)