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Energizer P18K Pop: Riesenakku-Handy fällt beim Crowdfunding durch

Das Energizer P18K Pop soll vier Tage im Dauerbetrieb durchhalten. Die Kickstarter-Kampagne floppte nun spektakulär – doch der Hersteller hat noch Hoffnung.

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Die Crowdfunding-Kampagne des Energizer P18K Pop ist gescheitert: Auf Indiegogo fanden sich nur elf Backer, die zusammen gut 13.000 Euro für die Entwicklung des Riesenakku-Handys gegeben hätten – der französische Hersteller Avenir Telecom wollte eigentlich über eine Million Euro einnehmen. Da die Indiegogo-Kampagne scheiterte, behalten die Backer auch ihre insgesamt 13.000 Euro. Avenir Telecom geht also leer aus.

Mangelnde Aufmerksamkeit kann man für das Crowdfunding-Debakel wohl nicht verantwortlich machen: Das P18K Pop wurde aufgrund seiner Ziegelstein-Form und des gigantischen 18.000-mAh-Akkus häufig in Messe-Videos und Berichten gezeigt. Auch heise online konnte das Energizer-Handy auf dem MWC in Barcelona ansehen. Abgesehen vom beachtlichen Körperumfang sorgte beim Standbesuch aber auch die Technik für Skepsis: Die ausfahrbare Frontkamera versagte beim Vorführ-Modell den Dienst.

Energizer-Smartphone mit Riesenakku (6 Bilder)

Das Rennen um das dickste Smartphone des MWC entscheidet das Energizer Smartphone P18K Pop für sich. Der Hersteller bewirbt das Smartphone mit Riesenakku mit 50 Tagen Standby-Zeit.

Energizer versprach, dass das P18K Pop im Standy-Betrieb bis zu 50 Tage, im Normalbetrieb bis zu 4 Tage durchhalten soll, bevor es wieder an den Strom muss. Um Platz für einen entsprechenden Akku zu haben, musste Energizer das P18K Pop grotesk dick bauen.

Das Konzept fanden also viele Nutzer zumindest kurios, nur haben will so ein Handy offenbar niemand: Dass sich nur elf Backer fanden, ist ein vernichtendes Urteil. Häufig werden solche Crowdfunding-Kampagnen zwar nur eingesetzt, um Aufregung zu generieren, während die Einnahmen nur ein untergeordnete Rolle spielen. Die Indiegogo-Kampagne des P18K Pop hat aber weder Einnahmen noch Hype generiert.

Ganz will Avenir Telecom aber noch nicht aufgeben: "Obwohl es das Ziel nicht erreicht hat, werden wir weiter daran arbeiten das P18K zu verbessern", schreibt der Hersteller in einem Kommentar auf Indiegogo. Demnach will man beim Design und der Dicke des Geräts noch nachbessern. (dahe)