Eni HPC5: Schnellster Industrie-Supercomputer mit 52 PetaFLOPS

Der neue HPC5 des italienischen Gas- und Erdölkonzerns Eni liegt auf dem Leistungsniveau der fünf schnellsten Top500-Supercomputer.

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(Bild: Eni)

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Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni hat den Supercomputer HPC5 mit einer Rechenleistung von 51,7 PetaFLOPS in Betrieb genommen. In der Top500-Liste vom November 2019 mit den 500 schnellsten Supercomputern würde HPC5 derzeit den fünften Platz belegen. Dabei ist Enis Neuanschaffung der flotteste Supercomputer im privaten Betrieb. Noch mehr Rechenleistung haben ausschließlich staatliche Projekte – dieses Jahr wollen Forschungseinrichtungen die ersten Exascale-Supercomputer ans Netz bringen.

Mit HPC5 verarbeitet Eni dreidimensionale seismische Bilder, simuliert Lagerstätten und optimiert Produktionsabläufe. Zudem sollen neue Möglichkeiten der Energiegewinnung gesucht werden. Der Supercomputer steht südlich von Mailand und wird zum Teil mit Solarenergie betrieben.

Eni baut den Supercomputer HPC5 zusammen mit Dell EMC. Zum Einsatz kommen 1820 PowerEdge-C4140-Server mit jeweils zwei Intel-Prozessoren des Typs Xeon Scalable Gold 6252 („Cascade Lake-SP“, 24 Kerne, 48 Threads, 2,1-3,7 GHz) und vier Tesla-V100-Beschleuniger von Nvidia. Das ergibt 3640 CPUs mit insgesamt 87.360 Rechenkernen, und 7280 GPUs. Betreiber Eni nennt auf seiner Webseite zum HPC5 abweichend „über 10.000“ GPU-Beschleuniger. Mellanox, inzwischen eine Nvidia-Tochter, stellt den InfiniBand-HDR-Interconnect mit Übertragungsraten von 200 GBit/s zwischen den Rechen-Nodes.

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Eni betreibt den Supercomputer HPC5 parallel zum HPC4. Letzterer ist seit Anfang 2018 in Betrieb und erreicht eine Rechenleistung von 22,4 PetaFLOPS – in der Top500-Liste liegt HPC4 aktuell auf Platz 16. Im HPC4 stecken 1600 Proliant-DL380-Racks von HPE mit jeweils zwei Intel Xeon Platinum 8160 („Skylake-SP“, 24 Kerne, 48 Threads, 2,1-3,7 GHz) und je zwei Nvidia Tesla P100. HPC5 und HPC4 erreichen gemeinsam eine Rechenleistung von 74,1 PetaFLOPS. (mma)