Menü

Enlightenment: Alpha von E19 mit Wayland-Support

E19 ALPHA1: IT'S HAPPENING – die erste Alpha-Version der Desktopumgebung Enlightenment E19 steht jetzt zum Download bereit. Wichtigste Neuerung ist Wayland-Support.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 4 Beiträge
Von

Die Entwickler der Linux- und Unix-Desktopumgebung Enlightenment haben die erste Alpha der kommenden Version E19 veröffentlicht. Unter der Überschrift E19 ALPHA1: IT'S HAPPENING stellen sie den Quellcode zum Download zur Verfügung. Angesichts der geplanten Veröffentlichung der fertigen Version im Herbst 2014 warnen sie vor rauen Ecken in der Software und lehnen in ihrem Disclaimer strikt jede Verantwortung für Erfolge beim Testen ab. Das Release Blog E hingegen spricht von einem grundsoliden, alltagstauglichen Release, das man statt E18 einsetzen könne – obwohl noch Unmengen an Änderungen für die "Wochen, Monate und Jahre bis zur Fertigstellung" anstehen.

Eine der wichtigsten Neuerungen in E19 ist ein neuer Compositor, der das alternative Linux-Grafiksystem Wayland unterstützt. Daneben gibt es neue Konfigurationsoptionen und Anpassungen an aktuelle Entwicklungen der Linux-Welt etwa bei der Hardwareunterstützung für Massenspeicher oder die Regelung der Hintergrundbeleuchtung von Displays. Auch die Enlightenment Foundation Libraries (EFL), Grundlage der Desktopumgebung, sind in einer neuen Version 1.10 verfügbar.

Enlightenment steht in der Tradition klassischer Fenster-Manager, bringt mit den Enlightenment Foundation Libraries jedoch einen umfangreichen Unterbau an Bibliotheken mit, der Funktionsumfang von Hardware- und Systemabstraktion über eine eigene Skriptsprache und eine Physik-Engine bis zu einer Multimedia-Bibliothek und einem einfachen Toolkit reichen. Enlightenment benötigt wenig Systemressourcen und eignet sich daher auch für Mobil- und Embedded-Geräte. An der aktuellen Enlightenment-Version E18, veröffentlicht Weihnachten 2013, hatten die Entwickler ein Jahr gearbeitet; der Vorgänger Enlightenment 0.17 hingegen kam auf eine Entwicklungszeit von stolzen zwölf Jahren. (odi)