Enquete-Kommission plant Diskussions-Plattform im Netz

In dem Pilotprojekt Adhocracy sollen Nutzer "in einem demokratischen Prozess" Positionen entwickeln und diese in die vom Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" einbringen.

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Die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" will Bürger mit einer Online-Plattform namens Adhocracy stärker in ihre Arbeit einbinden. In dem Pilotprojekt sollen Nutzer "in einem demokratischen Prozess" Positionen entwickeln und diese in das vom Bundestag eingesetzte Gremium einbringen. Das System soll voraussichtlich Anfang 2011 bereitstehen, teilten die Obleute am Donnerstag in Berlin mit. Derzeit werde die Software an die Bedürfnisse der Kommission angepasst.

Mit diesem Schritt werde die Kommission ihrem Anspruch gerecht, "die Öffentlichkeit in einem besonderem Maße mit in die Arbeit der Kommission einzubeziehen", erklärten die Obleute. Bürger können online Texte bearbeiten und kommentieren, Vorschläge bewerten und an Abstimmungen teilnehmen – je nachdem, wie viel Zeit sie investieren wollen.

Die Internet-Enquete-Kommission berät über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie. Die jeweils 17 Abgeordneten und Sachverständigen sollen bis Sommer 2012 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorlegen. (pmz)