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Entfernung inaktiver Zellen verlängert bei Mäusen das Leben

Medikamente gegen das Altern wären für viele Menschen ein Traum. Wie eine Studie jetzt gezeigt hat, leben zumindest Mäuse länger, wenn man inaktive Zellen aus ihrem Körper entfernt.

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Die gezielte Zerstörung so genannter seneszenter Zellen hat in einer Studie das Leben von Mäusen um durchschnittlich rund 25 Prozent verlängert. Eine Studie dazu von Forschern um Jan van Deursen von der Mayo Clinic in den USA wurde Anfang Februar in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht – und sie könnte den Weg zu Medikamenten gegen das Altern bei Menschen bereiten, berichtet Technology Review online in „Länger leben durch Zellreinigung?“.

Die Studie ist nicht die erste, bei der das Leben von Mäusen verlängert wurde, doch offenbar gelang dies jetzt zum ersten Mal über das Entfernen seneszenter Zellen. „Bei Mäusen wurde schon Dutzende Male eine Verlängerung der Lebenszeit mittels anderer Ernährung oder der Gabe von Medikamenten erreicht. Wir kennen jede Menge Möglichkeiten dafür. Aber das ist eine neue Methode“, sagt Steven N. Austad, Biogerentologe und Präsident der Abteilung Biologie an der University of Alabama in Birmingham. Als seneszent werden ältere Zellen bezeichnet, die sich nicht mehr teilen.

Dass es einen allgemeinen Zusammenhang zwischen Seneszenz und Alterungserscheinungen gibt, war bereits durch eine Studie aus dem Jahr 2011 belegt. Bislang war aber nicht klar, ob die Eliminierung von seneszenten Zellen auch bei normalen Mäusen das Altern verzögern würde. Dies hat das Team um van Deursen jetzt mit Hilfe von Gentechnik gezeigt: Die Forscher schufen Mäuse, in denen sie jede Zelle, die einen Biomarker für Seneszenz zeigte, markieren und gezielt zerstören konnten. Als die Tiere 12 Monate alt waren (was in etwa 45 Menschenjahren entspricht), wurde ihnen ein Medikament injiziert, das die markierten Zellen entfernt.

Mehr dazu bei Technology Review online:

  • Länger leben durch Zellreinigung?

(sma)