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Entwickler lösen Datenverlust-Problem unter Linux 4.19

Die Linux-Kernel-Entwickler haben einen Bug repariert, der zu Datenverlust im Zusammenspiel von Kernel 4.19 und der Storage-Infrastruktur führen kann.

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Festplatte

Version 4.19 des Linux-Kernels wurde von Datenverlustproblemen geplagt. Es wurde zunächst spekuliert, dass diese Ext4 in Zusammenhang stehen. Das stellte sich aber als falsch heraus. Der zugrundeliegende Fehler wurde nun gefunden und korrigiert.

Da der gefundene Bug eine schwere Regression darstellt, wird ein Fix in 4.20 enthalten sein und ist bereits im kürzlich veröffentlichten 4.19.8 enthalten. Auf der Kernel-Mailingliste spekulierten einige Entwickler, dass der Fehler schon länger im Kernel-Code steckt, aber durch Patches, die mit Version 4.19 eingeflossen sind, häufiger Auftritt und daher erst jetzt auffiel. Zudem tritt der Fehler nur unter hohen Lasten auf.

Das Problem steckt in der Infrastruktur Multi-Queue BlockIO Queueing Mechanism (Blk-MQ) – also dem moderneren von zwei Storage-Infrastrukturen, um mit Datenträgern zu interagieren. Der einzeilige Patch ist nur der Anfang der Korrektur. Der zuständige Kernel-Entwickler Jens Axboe will eine ausgefeiltere Lösung entwickeln. [UPDATE 10.12.18 13:15: Hinweis zum Patch in 4.19.8 und 4.20 hinzugefügt.] (mls)

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