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Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung erschienen

Für alle, die sich für die Probleme der langfristigen Bewahrung digitaler Objekte interessieren oder sich notgedrungen damit beschäftigen müssen, war das 2007 online gestellte nestor-Handbuch bereits ein wichtiges Hilfsmittel. Jetzt ist die "Kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung" in der Version 2.0 erschienen. Auch das neue Handbuch wird vom Kompetenznetzwerk nestor herausgegeben, einem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektzusammenschluss von sieben institutionellen Partnern, dem unter anderem die Deutsche Nationalbibliothek und das Bundesarchiv angehören.

Mehr als 50 Autoren haben zu der vollständigen Überarbeitung beigetragen. Der Sammelband bündelt den aktuellen Wissensstand und bietet dem Leser einen anschaulichen und gut strukturierten Einstieg in das komplexe Gebiet der Erhaltung digitaler Ressourcen. Das Themenspektrum erstreckt sich von einer aktuellen Bestandsaufnahme und digitalen Erhaltungsstrategien wie Bitstream Preservation, Migration, Emulation, "Computermuseum" und Mikroverfilmung über Fragen der Objektformate und Metadatenstandards bis hin zu Speichersystemen, Workflows und Tools sowie Praxisbeispielen und Vorgehensweisen für ausgewählte Objekttypen.

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Rechtsfragen, Organisation und Geschäftsmodelle werden ebenso abgehandelt wie das Retrieval und die Sicherung der Authentizität des archivierten Materials. Wer sich das über 600 Seiten starke Werk zusätzlich griffbereit ins Regal stellen möchte, für den gibt es im Buchhandel für knapp 25 Euro auch eine gebundene Ausgabe. (Richard Sietmann) / (Richard Sietmann) / (pmz)

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