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Eolas rüttelt an den Gefügen des World Wide Web

Der Patentstreit der Firma Eolas mit dem Softwareriesen Microsoft scheint Microsoft-Gegnern gelegen zu kommen. Schadenfreude mag auch noch aufgekommen sein, als im August die Geschworenen eines US-amerikanischen Bezirksgericht die Redmonder zur Zahlung von 521 Millionen US-Dollar Schadensersatz verdonnert haben. Doch der Fall wirft grundsätzlichere Fragen rund um triviale Patente und die Angreifbarkeit des Webs mit rechtlichen Mitteln auf.

Die Eolas zugesprochene Summe will Microsoft nicht zahlen. Der Konzern hat Berufung gegen das Urteil eingelegt und verkündet, die Behandlung von Plug-ins durch den Internet Explorer verändern zu wollen. Wann immer ein Plug-in gestartet wird, das auf externe Inhalte zugreift, soll sich künftig auf dem Bildschirm eine Dialogbox aufbauen. Das könnte im Extremfall bedeuten, dass dem Besuch einer einzigen hochgerüsteten Website dann eine ganze Klickorgie vorausgeht. Es müssten vermutlich Millionen von Homepages umgeschrieben werden, um das Patent wirklich zu umgehen. Das fürchtet zumindest das Standardisierungsgremium für den multimedialen Teil des Internet, das World Wide Web Consortium.

Mehr dazu in Telepolis: (anw)

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