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Erasmus-Preis für Wikipedia-Community

Zum Geburtstag der Online-Enzyklopädie werden die freiwilligen Autoren für ihren Einsatz geehrt. Unterdessen macht sich die Wikimedia Foundation Gedanken, wie sie ihr Angebot attraktiver machen kann.

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Erasmus-Preis für Wikipedia-Community

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales während der Preisverleihung in Amsterdam

(Bild: erasmusprijs.org)

Als die Wikipedia im Januar 2001 online gestellt wurde, konnte sich niemand die weitere Entwicklung vorstellen. 14 Jahre später haben die unbezahlten Autoren über 34 Millionen Artikel in 280 Sprachen gesammelt. Jeden Monat verzeichnet die Wikimedia Foundation 20 Milliarden Zugriffe auf die Online-Enzyklopädie und ihre Schwesterprojekte.

Den Erfolg würdigt die niederländische Stiftung Praemium Erasmianum nun mit dem renommierten Erasmus-Preis. "Indem Wikipedia Wissen an Orte bringt, wo es bisher nicht erhältlich war, spielt sie eine wichtige Rolle in Ländern, in denen Neutralität und offene Informationen nicht selbstverständlich sind", heißt es in der Begründung der Stiftung, die jedes Jahr Personen und Institutionen für ihre Verdienste auszeichnet. Der Preis wird im Herbst offiziell an Vertreter der Wikipedia-Community überreicht, das Preisgeld von 150.000 Euro soll in die Communityförderung fließen.

Unterdessen muss sich die Wikimedia Foundation mit der zukünftigen Strategie auseinandersetzen. Wie Phoebe Ayers, Mitglied des Stiftungsrates, vor kurzem in ihrem Blog erläuterte, sinkt die Leserzahl der Online-Enzyklopädie besonders in Industrieländern inzwischen deutlich. Auch die stark steigenden mobilen Zugriffszahlen können den Verlust nicht ausgleichen. Die Zahl der Autoren sinkt bereits seit mehreren Jahren stetig. Um die Entwicklung umzukehren, investiert die Wikimedia Foundation in eine attraktivere und einfacher zu bedienende Plattform und hat kürzlich auch zu einer Freundlichkeitsinitiative aufgerufen. (anw)

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