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Erdbeben und Tsunami in Japan [11. Update]

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Japan wurde von einem schweren Erdbeben getroffen, nach den jüngsten Angaben erreichte es die Stärke 8,8 auf der Richterskala. Das Erdbeben löste zudem Tsunamis aus, der Nordosten Japans wurden von meterhohen Wellen getroffen. Laut der BBC wurde die Tsunami-Warnung mittlerweile über Japan hinaus auch auf Russland unhd die anderen Pazifik-Küsten, darunter Australien und Südamerika, ausgedehnt.

Darstellung des Epizentrums auf einer Karte der Japan Meteorological Agency

(Bild: Japan Meteorological Agency)

Im Internet sind diverse Sender und Sites mit Live-Berichten zu finden, so bieten etwa die Tagesschau oder N24 die Bilder des japanischen Senders NHK. Auch MSNBC und CNN berichtet live aus Japan, ebenso wie Al-Jazeera. Spiegel Online und die FAZ berichten mit Live-Tickern laufend von der Situaiton in Japan und anderen betroffenen Gebieten. Der deutsche Sender Phoenix zeigt auf seiner Website im Livestream Bilder von NHK, der auch eine eigene englischsprachige Website mit Live-Stream betreibt.

Das Blogger-Netzwerk Global Voices hat eine Twitter-Liste zusammengestellt, in der Berichte von Beobachtern vor Ort einlaufen. Einige Twitterer aus Japan liefern zudem ständige Updates zur Situation, darunter der Software-Entwickler Oliver Reichenstein oder Gen Kanai von Mozilla.

In seinem "Fischblog" erläuterte der Wissenschaftsjournalist Lars Fischer bereits vor einiger Zeit Hintergründe zu den stärksten Erdbeben aller Zeiten. DRadio Wissen bringt in eigenen Beiträgen grundlegende Informationen zu Erdbeben und Tsunami-Wellen.

[1. Update: Daten und Grafiken zu dem Beben bieten unter anderem die japanische Wetter-Agentur sowie das Tsunami-Warnzentrum der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration. Anhand der Grafiken der Japan Meteorological Agency wird deutlich, das fast die gesamte Ostküste von dem Tsunami betroffen ist.

Fast die gesamte japanische Ostküste ist von den Auswirkungen des Bebens betroffen.

(Bild: Japan Meteorological Agency)

Der Internetdienstleister Google hat eine Website eingerichtet, auf der Menschen Vermisste suchen können sollen. Dort können sie auch Informationen über Personen eingeben, die in ihrer Obhut sind. Bisher wurden dort rund 300 Dateneingaben erfasst.]

[2. Update: Das Ausmaß der Schäden ist bisher nicht überschaubar. Die Flutwelle riss an der Küste alles mit sich fort – Autos, Boote, Häuser, Bauernhöfe und Felder. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie riesige Wassermassen das Land überfluteten und hunderte Meter ins Landesinnere vordrangen.

Hunderte Menschen wurden getötet, viele Menschen sind verletzt; eine Ölraffinerie steht in Flammen, es wird von weiteren Bränden berichtet; Atomkraftwerke wurden abgeschaltet. Die Handynetze in den betroffenen Regionen sind stark überlastet oder zusammengebrochen. Die Hochgeschwindigkeitszüge in den Norden des Landes wurden gestoppt, in Tokio stellte die U-Bahn ihren Betrieb ein.

Das Beben ist bisher eines der schwersten weltweit, deren Stärke aufgezeichnet wurden und vermutlich das stärkste, das jemals in Japan auftrat. Die ersten und bislang stärksten Erschütterungen traten um 14.46 Uhr Ortszeit (6.46 Uhr MEZ) auf, wie aus einer Übersicht des Geoforschungszentrums Potsdam hervorgeht. Seitdem traten immer wieder Nachbeben an der japanischen Hauptküste Honshu auf. Laut den Warnungen der NOAA soll der durch das Beben verursachte Tsunami voraussichtlich kurz vor 11 Uhr MEZ die Philippinen und Indonesien erreichen, gegen 11.30 Papua-Neuguinea, um 14 Uhr den US-Bundesstaat Hawaii und am Abend beziehungsweise am Samstagmorgen die Westküste Amerikas.

Voraussichtliche Ankunftszeiten des Tsunami im Pazifik.

(Bild: http://wcatwc.arh.noaa.gov/)

Die Börse in Tokio hat als Folge der Naturkatastrophe erneut deutliche Verluste verzeichnet. Kurz nach dem Beben sank der Nikkei-225-Index innerhalb weniger Minuten von 10.370 Punkten auf 10.254 Punkte.]

[3. Update: Im Großraum Tokio sind mehr als 4 Millionen Menschen von einem Stromausfall betroffen.

Im Turbinengebäude des Atomkraftwerks Onagawa im Nordosten Japans ist Feuer ausgebrochen, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, im Atomkraftwerk Daiichi seien die Kühlsysteme ausgefallen, Radioaktivität sei aber nicht ausgetreten. Später meldete Jiji unter Berufung auf die lokale offizielle Stellen in Fukushima, die Kühlsysteme seien intakt.

Nach Angaben von Kyodo wurden nach dem Beben vier Atomkraftwerke abgeschaltet. Der japanische Premierminister Naoto Kan sagte, es sei keine abnormale radioaktive Strahlung gemessen worden. Laut anderen Medienberichten hat die japanische Regierung beschlossen, den atomaren Notstand auszurufen. Dieser tritt dann ein, wenn der Austritt von Radioaktivität bestätigt wird oder ein Kühlsystem eines Atomkraftwerks ausfällt. Wie die Zeit unter Berufung auf eine Erklärung des Betreiberunternehmens von Daiichi schreibt, sei die Kühlanlange zwar intakt, es gebe aber nicht genug Strom, sie zu betreiben.]

[4. Update: Heinz Smital, Kernphysiker der Umweltschutzorganisation Greenpeace, zeigt sich besorgt: "Wenn die Kühlung im Kraftwerk nicht mehr richtig funktioniert, wird es gefährlich. Selbst wenn das AKW heruntergefahren ist, ist man damit noch nicht auf der sicheren Seite, denn die Kühlung muss weiter stabil gehalten werden." Über Twitter zitiert Greenpeace den Sender Radio Tokyo, laut dem mit dem Austritt von Radioaktivität gerechnet wird. Die Internationale Atomenergie-Organisation hält derzeit nach eigenen Angaben intensiven Kontakt mit der japanischen Regierung. 2000 Anwohner rund um das AKW in Fukushima wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

Der Flug- und Bahnverkehr wurde teilweise eingeschränkt, es ist auch von größeren Schäden an Flughäfen und Bahnstrecken die Rede. Vom Erdbeben sind auch diverse Unternehmen betroffen. Der Elektronikkonzern Sony hat laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg sechs Fertigungsstätten im Nordosten Japans evakuiert. Dort werden unter anderem Blu-ray Discs und Batterien hergestellt. Nun würden die Schäden durch das Beben selbst und den folgenden Stromausfall abgeschätzt.

In den Präfekturen Miyagi und Fukushima seien Mitarbeiter in Fabriken des Konzerns Panasonic leicht verletzt worden, wird weiter berichtet. Der Kamera- und Druckerhersteller Canon habe keine Schäden erlitten, die Produktion sei weitergelaufen. Der Autohersteller Toyota und Partnerunternehmen haben hingegen drei Fabriken geschlossen. Toyota hat in diesem Jahr eine neue Fertigungsstätte in Miyagi eröffnet. Der Autohersteller Honda hat zwei Fabriken geschlossen, dort wurde ein Mitarbeiter getötet, 30 wurden verletzt. Nissan hat vier Fabriken geschlossen.

Über die für den PC-Markt bedeutenden größeren Chiphersteller, die noch in Japan fertigen wie Toshiba (Flash-Speicher) und Renesas/NEC (USB-3-Chips), liegen noch keine Berichte vor. Vor Kurzem erst hatten japanische Unternehmen ihre Hilfe für Opfer des Erdbebens in Neuseeland angeboten.

Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung eines Sprechers von China Unicom, dass nach ersten Erkenntnissen "zwei oder drei" Unterseekabel beschädigt worden seien, Verbindungen zwischen Japan und China seien beeinträchtigt. Der Netzverkehr werde umgeleitet. Auch der taiwanische Konzern Chunghwa Telecom habe Schäden an einem Unterseekabel berichtet. Betroffen sei dadurch das Asia Pacific Cable Network 2 (APCN2, PDF-Datei).

Google hat inzwischen eine so genannte Microsite eingerichtet, auf der verschiedene Informationen über das Erdbeben in Japan versammelt sind.]

[5. Update: In der überfluteten Millionenstadt Sendai wurden laut Kyodo bis zu 300 Tote gefunden. Aus anderen Gebieten waren bisher 71 Tote gemeldet worden.

Mittlerweile hat der Tsunami die US-amerikanischen Hawaii-Inseln im Pazifik erreicht. Nach Angaben des US-Senders CNN erreichte die Flutwelle auf den Inseln Oahu and Kauai eine Höhe von weniger als einem Meter. Von dort und den anderen Inseln wurden keine größeren Schäden berichtet. Küstenbewohner waren zuvor aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Urlauber wurden in höher gelegenen Zimmern untergebracht. Die Häfen waren geschlossen, die Schiffe zum Auslaufen aufgefordert worden.

Vom Atomkraftwerk Fukushima heißt es mittlerweile, dass die notwendige Kühlung nach der Schnellabschaltung des Reaktors nur noch auf Batteribetrieb laufe. Das könne nur noch für einige Stunden so weitergehen, bevor die Kühlung vollständig ausfalle. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", erklärte ein Sprecher der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit gegenüber n-tv.]

[6. Update: Nach Informationen der japanischen News-Dienste Kyodo und Jiji soll sich die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wieder normalisieren. Notwendige Ersatzteile beziehungsweise -geräte seien eingetroffen, um die Probleme mit dem Kühlkreislauf zu beseitigen. Zudem wurden von in Japan stationierten US-Air-Force-Verbänden nach Angaben von US-Außenministerin Hillary Clinton Hilfslieferungen nach Fukushima geschickt. Auch die World Nuclear Association spricht davon, die Situation sei unter Kontrolle. Die Abläufe in Fukushima sind aber nach wie vor nicht genau geklärt.

Das Magazin The Atlantic dokumentiert mit unzähligen Bildern die Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunami in Japan. Es gibt derweil weitere Nachbeben, die teilweise Stärken von über 6 erreichen.]

[7. Update (12.3., 9:45): Die Lage im Atomkraftwerk Fukushima ist weiterhin kritisch – und unübersichtlich. Laut japanischen Berichten wurde außerhalb des Reaktors radioaktives Cäsium und Jod entdeckt. Dies könnte ein Hinweis auf eine beginnende Kernschmelze wegen mangelnder Kühlung sein; der Betreiber Tokyo Electric Power Company erklärte aber, er gehe nicht von einer Kernschmelze aus. Mitglieder der japanischen Reaktorsicherheitskommission halten aber laut Guardian eine Kernschmelze für eine reale Gefahr. Experten und Regierungsoffizielle in Japan betonten aber, eine partielle Kernschmelze sei in einem Leichtwasserreaktor dieses Typs kontrollierbar, die Bevölkerung solle ruhig bleiben.

Derweil arbeiten Techniker immer noch daran, die Kühlsysteme wieder vollständig in Betrieb zu nehmen. MIttlerweile sind allerdings auch Probleme an einem zweiten Reaktor aufgetaucht, zudem hat es eine Explosion gegeben. Diese soll sich allerdings nicht in einem Reaktorgebäude, sondern anderweitig auf dem Kraftwerksgelände ereignet haben. In anderen Berichten heißt es, die Explosion soll möglicherweise zwar das Gebäude, jedoch nicht das Containment des Reaktors betroffen haben, das den Reaktor vor der Außenwelt abschirmen soll.

Der britische Sender BBC und die britische Tageszeitung Guardian berichten in ihren Live-Tickern laufend von der Situation in Japan..]

[8. Update (12.3., 12:55): Nach Informationen der Tagesschau hat die japanische Sicherheitsbehörde für Nuklear- und Industrieanlagen bestätigt, dass eine Kernschmelze im Reaktor 1 von Fukushima begonnen habe. Dies berichtete der ARD-Korrespondent Robert Hetkämper aus Tokio. Gleichzeitig versicherte die Behörde laut Kypodo News und NHK, dass bei der Explosion der Reaktor selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sei; das Containment des Reaktors sei trotz Explosion intakt. Derzeit ist die Lage in dem Atomkraftwerk aber weiter undurchsichtig; welche Schäden tatsächlich entstanden sind und welche Prozesse im Kraftwerk beziehungsweise in den betroffenen Reaktoren derzeit ablaufen, scheinen für die japanischen Behörden und Betreiber selbst nicht durchschaubar.]

[9. Update (12.3., 15.25): Mittlerweil erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen in einem WDR-Interview, nach den ihm vorliegenden Informationen müsse man von einer Kernschmelze ausgehen. Ähnlich äußerte sich auch Bundeskanzlerin Merkel auf einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz. Die japanische Regierung bleibt bislang allerdings dabei, dass eine Kernschmelze in dem betroffenen Reaktor noch nicht begonnen habe. Die Informationen von japanischen staatlichen Behörden sind derzeit aber selbst widersprüchlich, teilweise werden zuvor gemachte Angaben beschwichtigend wieder zurückgenommen.

Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, sie habe von der japanischen Regierung die Nachricht bekommen, man bereite die Verteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung im Gebeit vor, in dem die beiden kritischen Reaktoren liegen. Die UN-Behörde betonte, man habe der japanischen Regierung technische Hilfe angeboten, sollte sie diese anfordern. Man wolle weiterhin Kontakt mit der japanischen Regierung halten; man sei rund um die Uhr in Bereitschaft, um die Situation in Japan genau im Blick zu behalten. Die Behörde erklärte aber auch, dass die japanische Regierung bislang keine genauere Informationen weitergegeben habe. Die IAEA veröffentlicht Updates zur Situation in Japan, sobald sie ihr bekannt werden, auch auf ihrem Twitter - und Facebook-Account.

In der Zwischenzeit gibt es immer wieder Nachbeben und möglicherweise auch durch das Hauptbeben mitverursachte neue Erdbeben in Japan. Zuletzt sei gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit die Region um Fukushima erneut von einem Beben der Stärke 6 getroffen worden, berichtet NHK. Ein Team des Nationalen Instituts für Strahlenphysik, das aus Experten für die Folgen von Verstrahlung besteht, sei als Vorsichtsmaßnahme nach Fukushima geschickt worden.

An der US-Westküste, in Indonesien und auf Inseln im Pazifik hat der Tsunami in Folge des Hauptbebens in Japan Millionenschäden angerichtet. Bis zu zweieinhalb Meter hohe Wellen trafen die Küsten. In den USA und auf den Pazifikinseln soll es aber kaum Verletzte oder Tote unter den Bewohnern gegeben haben.]

[10. Update (12.3., 16:10): Wolfgang Renneberg, ehemaliger Chef der Atomaufsicht in Deutschland, sieht jedenfalls laut einem Gespräch mit der taz "keine Chance mehr für eine Kontrolle des Meilers Fukushima I". Das sei "das klassische Szenario, das den sogenannten Super-GAU umschreibt". In seinem News-Blog weist das Wissenschaftsmagazin Nature derweil auf die Widersprüche zwischen den beschwichtigenden Statemens japanischer Offizieller und den tatsächlich durchgeführten Aktionen hin. Einen Übersichtsartikel zur Funktionsweise von Druck- und Siedewasserreaktoren gibt es im Physik-Blog . Der ScienceBlog Diax's Rake sammelt Links zu Hintergrundinformationen über die Situation in Fukushima und die eingesetzte Technik, darunter auch zu den Unterschieden zwischen dem Tschernobyl-Reaktor und den in westlichen Ländern eingesetzten Siedewasserreaktoren.]

[11. Update (12.3., 22:15): Laut einer um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit veröffentlichten Videoansprache von Yukiya Amano, Generaldirektor der International Atomic Energy Agency, haben japanische Behörden gegenüber der IAEA erklärt, dass die Explosion in dem Kraftwerk außerhalb des primären Containments des Reaktors erfolgt sei. Die Integrität des Containments sei bestätigt. Mittlerweile werde mit Bor versetztes Seewasser in den Reaktor geleitet, um eine Kernschmelze zu verhindern. Er hoffe, dass die Einleitung des Seewassers erfolgreich verlaufe, merkte Amano an, und dass die Sicherheit des betroffenen Blocks 1 des Kraftwerks so bald wie möglich wiederhergestellt werde. Man werde weiterhin in engem Kontakt mit den japanischen Behörden bleiben. Man arbeite rund um die Uhr, um die Situation weiter zu beobachten.

Damit erklärte Amano allerdings auch, dass die Situation im Atomkraftwerk Fukushima noch bei weitem nicht geklärt ist; der Prozess der Einleitung von Seewasser in den Reaktor kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Außerdem soll, so berichtet Kyodo News, die Flutung des gesamten Containments rund 10 Tage dauern. Laut Nature wurde der Prozess um 20:20 Uhr japanischer Zeit (12:20 mitteleuropäischer Zeit) gestartet, musste aber um 22:15 (14:15 mitteleuropäischer Zeit) wegen eines Nachbebens unterbrochen werden. Die Anweisung der Regierung, die gegenüber Tokyo Electric Power die Flutung des Reaktors anordnete, erging laut der japanischen Reaktorsicherheitsbehörde NISA um 20:05 japanischer Zeit (12:05 mitteleuropäischer Zeit). Die NISA hat mittlerweile zudem erklärt, an einem weiteren Reaktor des Kraftwerks Fukushima (Reaktor 3 in Fukushima Daiichi) sei das Notkühlsystem ausgefallen.

Insgesamt 200.000 Menschen sollen laut IAEA aus der Umgebung der beiden kritischen Kraftwerke evakuiert worden sein: bei Fukushima Daiichi aus einem 20-km-Radius 170.000 Evakuierte, bei Fukushima Daini aus einem 10-km-Radius 30.000 Evakuierte. Die Evakuierung sei aber noch nicht abgeschlossen. Mittlerweile sollen die Temperatur im Reaktor und die gemessene Radioaktivität im Umfeld des Reaktors nach den Angaben des Betreibers Tokyo Electric Power gegenüber der IAEA allerdings wieder zurückgehen. Erklärungen von Tokyo Electric Power sind allerdings derzeit wenig aussagekräftig über den aktuellen Status der Kraftwerke. Die bislang letzte Erklärung zur Situation von Fukushima Daiichi, in der Tokyo Electric Power die Lage um 23 Uhr japanischer Zeit (15 Uhr mitteleuropäischer Zeit) beschreibt, spricht davon, dass die Einleitung von Seewasser unterbrochen wurde.] (Jürgen Kuri, Andreas Wilkens) / (jk)

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