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Erderwärmung betrifft Dritte Welt besonders stark

Forscher haben untersucht, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Todesfälle durch Hitzewellen in Entwicklungsländern haben könnte.

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Erderwärmung betrifft Dritte Welt besonders stark

Durch den Klimawandel verstärkte Hitzewellen könnten in den Entwicklungsländern zu Tausenden von Toten führen. Vor diesem Szenario warnen amerikanische und indische Forscher in einer neuen Studie, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Klimawandel macht Hitzewellen gefährlicher").

In Indien haben sich die durchschnittlichen Sommertemperaturen zwischen 1960 und 2009 um 0,5 Grad erhöht. Dies verstärkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Hitzewelle mehr als 100 Tote verursacht, um das Doppelte. Und theoretisch ist diese Erkenntnis keinesfalls, wie die Arbeit von Wissenschaftlern an der University of California in Irvine und Los Angeles, zweier weiterer US-Forschungseinrichtungen sowie zweier Hochschulen in Indien zeigt.

Es gab Hitzewellen in den Jahren 2010, 2013 und 2015, die jeweils Tausende Menschen in ganz Indien umbrachten. Im Mai 2016 verzeichnete Jaisalmer im Nordwesten des Landes die intensivste Hitzewelle Indiens aller Zeiten. In einer in Pakistan gelegenen Nachbarstadt wurde im Mai 2017 gar die höchste Temperatur gemessen, die je in einem Wonnemonat auf dem Planeten aufgezeichnet wurde: 53,4 Grad Celsius.

Würde diese Hitze in Regionen auftreten, in denen die meisten Menschen eine Möglichkeit haben, sich abzukühlen, wäre sie weniger gefährlich. Doch rund 24 Prozent der indischen Bevölkerung von aktuell 1,24 Milliarden Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Klimaanlagen kann sich so niemand leisten. Das sind also Personenkreise, die vom Klimawandel überproportional stark betroffen sein werden – oder es schon jetzt sind. Und die Prognosen fallen noch schlimmer aus: Die Temperatur in Indien könnte sich bis zum Ende des Jahrhunderts nochmals um 2,5 bis 5,5 Grad Celsius erhöhen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

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