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Historische Bauhaus-Ausstellung aus dem Jahr 1931 mit VR-Brille erkunden

Per VR-Brille können Interessierte eine rekonstruierte Bauhaus-Ausstellung aus dem Jahr 1931 erkunden. Das VR-Museum soll bald auf Tour gehen.

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Dank Virtual Reality können Interessierte bald eine rekonstruierte Bauhaus-Ausstellung aus dem Jahr 1931 besuchen. Möglich ist das dank der Arbeit von Studierenden und Lehrenden von Erfurter Hochschulen, die die historische Ausstellung von Bauhaus-Vertretern um Walter Gropius dank der Originalpläne und Fotografien rekonstruiert haben. Mit VR-Brillen kann die Ausstellung ab Donnerstag erneut besucht werden. Nach mehreren Wochen in Thüringens Landeshauptstadt soll die alte neue Ausstellung auf Wanderschaft gehen, unter anderem nach Leipzig und Stuttgart.

Das Projekt ist Teil einer ganzen Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen anlässlich des 100. Bauhaus-Jubiläums. Vor 100 Jahren hatte der Architekt Walter Gropius das Staatliche Bauhaus in Weimar gegründet und damit eine der Grundlagen moderner Baukunst und Gestaltung gelegt. Als neuartige Schule für Design, Kunst und Architektur machte sich das nur wenige Jahre bestehende Bauhaus weltweit einen Namen. Unter den Nationalsozialisten war das Bauhaus aber zur Selbstauflösung gezwungen worden, viele Protagonisten emigrierten. Die Nachwirkungen der einflussreichen Bildungsstätte halten bis heute an.

In der virtuellen Ausstellung in Erfurt steckt nun ein Jahr Arbeit. "Es ist ein authentisches Erlebnis aus den 30er Jahren, auch wenn man es natürlich nicht riechen kann", erklärt Patrick Rössler, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Uni Erfurt. Er hatte den Originalplan der Ausstellung zufällig bei Forschungsarbeiten in Florida entdeckt und das Projekt mit der Architektur-Professorin Yvonne Brandenburger auf den Weg gebracht. Ihre Studierenden investierten viel Zeit und mussten sich unter anderem mit einer für sie neuen Software zurechtfinden, erklären die beiden.

Sogar einen Kinosaal, in dem damals Bauhaus-Filme etwa zum Thema sozialer Wohnungsbau liefen, haben die Studierende in die digitale Schau eingebaut. Allerdings: Die Ausstellung ist überwiegend Grau in Grau. Denn anhand der reinen Schwarz-Weiß-Fotografien war schlichtweg nicht mehr rekonstruierbar, wie die Farbgebung der originalen Halle war. Was der VR-Brillenträger gerade in der virtuellen Schau erkundet, wird für andere auf großen Bildschirmen sichtbar gemacht.

Zusätzlich haben die Studierenden eine App für Smartphones entwickelt, die sich Besucher herunterladen können. Damit können sie an real existierenden Erklärwänden der Ausstellung via Augmented Reality passende Architekturmodelle auf dem Handy-Bildschirm sichtbar machen. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwochabend und ist dann bis zum 30. April in der Galerie Schlüterstraße für die Allgemeinheit und kostenfrei zugänglich. (mit Material der dpa) /

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(mho)