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Ericsson: 5G wird sich schneller etablieren als LTE

Bis 2024 leben 40 Prozent der Menschen in Reichweite eines 5G-Netzes, schätzt der Ausrüster. Der Traffic in den Netzen soll bis dahin sprunghaft ansteigen.

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5G-Antenne

(Bild: dpa, Oliver Berg)

Über 40 Prozent der Weltbevölkerung werden nach Ansicht von Experten bis Ende 2024 in Reichweite eines 5G-Netzes leben. Dann soll es rund 1,5 Milliarden Mobilfunkanschlüsse auf Basis von 5G-Technik geben. Das geht aus dem Ericsson Mobility Report für das dritte Quartal 2018 hervor, den der Netzausrüster am Dienstag veröffentlicht hat. “Mit der jetzigen Markteinführung von 5G rechnen wir mit einem schnelleren Ausbau der Netzabdeckung und einem schnelleren Zuwachs an Anschlüssen als bei früheren Generationen”, erklärt Ericsson Executive Vice President Fredrik Jejdling.

Hohe Datenraten und niedrige Kosten

Die Experten von Ericsson machen die höheren Datenraten sowie die niedrigeren Kosten pro Gigabyte als Hauptfaktoren für die schnelle Verbreitung der Technik aus. Dabei haben nach Ansicht des Netzausrüsters die Amerikaner die Nase vorn: Bis 2024 rechnet Ericsson mit einer 5G-Verbreitung von 55 Prozent der nordamerikanischen Mobilfunkanschlüsse. Dahinter folgt Nordostasien mit 43 Prozent. In Westeuropa sollen es bis Ende 2024 ungefähr 30 Prozent der Mobilfunkanschlüsse sein.

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Die Zahl der weltweit aktiven Mobilfunkanschlüsse ist laut dem Ericsson-Report im dritten Quartal 2018 um drei Prozent auf 7,9 Milliarden gestiegen. Den stärksten Zuwachs haben dabei die Märkte in China und Indien zu verzeichnen. 5,7 Milliarden dieser Anschlüsse werden auch mit mobilen Breitbanddiensten versorgt, davon 3,3 Milliarden mit LTE. An knapp zwei Drittel der Mobilfunkanschlüsse hängt inzwischen eine Smartphone.

Der Traffic in den Mobilfunknetzen soll in den nächsten Jahren stark ansteigen.

(Bild: Ericsson)

Datenvolumen wächst sprunghaft

Während die Zahl der Mobilfunkverträge langsam, aber stetig zunimmt, wächst das Datenvolumen in den Netzen rasant an. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das Volumen im dritten Quartal um nahezu 79 Prozent – das ist laut Ericsson der höchste Anstieg seit 2013. Auch hier sind es in erster Linie chinesische Nutzer, die mit ihrer Nachfrage das Gesamtvolumen wachsen lassen.

Chinesische Nutzer beanspruchen im Schnitt rund 7,3 Gigabyte pro Monat und Smartphone. Damit liegen sie nur noch knapp hinter Nordamerika, wo im Schnitt 8,6 Gigabyte pro Smartphone und Monat anfallen. In Westeuropa sind es demnach 6,1 Gigabyte. Bis 2024 soll der gesamte mobile Datenverkehr um das Fünffache steigen. In Deutschland steht die Versteigerung der 5G-Frequenzen im kommenden Frühjahr an. (vbr)

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