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Ericsson erwartet anhaltenden Mobilfunkboom

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Der Telekommunikationsausrüster Ericsson hat sein Ergebnis im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf 9,3 Milliarden schwedische Kronen (1,014 Milliarden Euro) gewachsen. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 47,6 Milliarden Kronen (5,194 Milliarden Euro), der Nettogewinn um 12 Prozent von 5,7 Milliarden auf 6,4 Milliarden Kronen (699 Millionen Euro).

Ericsson wachse weiter schneller als der Gesamtmarkt, freute sich Firmenchef Carl-Henric Svanberg. Aber Steigerungen hin oder her: Die Börse hatte mehr erwartet, ein Vorsteuergewinn von 9,83 Milliarden Kronen und Umsatz von 48,04 Milliarden Kronen hätten es laut von dpa Befragten und Analysten schon sein sollen. Bereits bei der Vorlage der Bilanzen des gemeinsam mit Sony betriebenen Handy-Joint-Ventures Sony Ericsson hatten sich Analysten nicht zufrieden gezeigt mit den Steigerungen, die die Handy-Firma erreichen konnte.

Ericsson profitiert wie seine Wettbewerber von der zunehmenden Nachfrage nach Telekom-Infrastruktur, wobei vor allem der Bereich der Mobilfunknetze einen Schub verspürt. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz der Netzwerksparte von Sony Ericsson um 7 Prozent auf 33,7 Milliarden Kronen (3,677 Milliarden Euro). 6 Prozent Wachstum verzeichneten dabei allein die Mobilfunknetze. Am Mittwoch hatte die Gesellschaft von dem indischen Mobilfunkkonzern Bharti einen Rekordauftrag über zwei Milliarden US-Dollar erhalten.

Weltweit gebe es nun über drei Milliarden Mobilfunkkunden, ein Meilenstein für die Telekommunikationsindustrie, meinte Svanberg bei der Vorlage der Ericsson-Bilanzen. Besonders die Auslieferung von GSM-Infrastruktur und -Endgeräten erreiche in jedem Quartal ein neues Rekordniveau; auch die Nachfrage nach Breitband-Anschlüssen im Mobil- und im Festnetz wachse ständig. So steige das Datenvolumen in den Netzen, in denen der UMTS-Beschleuniger HSDPA eingesetzt werde, rasant an. (jk)