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Ericsson meldet stagnierenden Gewinn

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Der schwedische Telecom-Ausrüster Ericsson hat im ersten Quartal seinen Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs um 24 Prozent auf 39,2 Milliarden Kronen (4,2 Milliarden Euro) gesteigert. Der Nettogewinn betrug wie im ersten Quartal des Vorjahrs 4,6 Milliarden Kronen (495 Millionen Euro). Auch der operative Gewinn lag unverändert bei 6,7 Milliarden Kronen, geht aus einer Mitteilung hervor. Damit verfehlte Ericsson die Erwartungen von Analysten deutlich.

Ericsson schnitt demnach als weltweit führender Anbieter von Mobilfunk-Netzinfrastruktur zum Jahresauftakt deutlich schwächer ab als Nokia und Motorola, die im ersten Quartal jeweils massive Gewinnsteigerungen meldeten. Sowohl das Gewinnplus der Finnen als auch der Umsatzrekord von Motorola gehen allerdings zu einem großen Teil auf das das Konto des Handy-Geschäfts. Ericsson hingegen hatte seine verlustbringende Handysparte im Oktober 2001 in ein Joint Venture mit Sony überführt.

Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg bezeichnete das Quartalsergebnis seines Konzerns dennoch als "solide". Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern für die Sparte Telekom-Infrastruktur mit einem "mäßigen Wachstum". Für die Zukunft erwarten die Schweden neue Umsatzschübe durch die im Frühjahr vorgestellte HSPA-Technologie, die Downlink-Geschwindigkeit von bis zu 28 MBit/s ermöglicht. (ssu)