Ericsson plant Stellenabbau bei Kathrein

Der schwedische Ausrüster sieht die deutsche Antennen-Tochter als strategische Investition, doch soll der Bereich profitabler werden. Das kostet Arbeitsplätze.

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(Bild: Kathrein)

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Der schwedische Netzausrüster Ericsson will bei seiner deutschen Antennentochter Kathrein rund 400 Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen will in der Sparte die Kosten senken und die Profitabilität steigern, teilte Ericsson am Mittwoch in seinem Geschäftsbericht für das abgeschlossene erste Quartal 2020 mit. Im Laufe des Jahres seien in diesem Zusammenhang einige Aktivitäten geplant, unter anderem sollen rund 400 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

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"Wir haben die Übernahme im vergangenen Jahr abgeschlossen und restrukturieren das Geschäft nun teilweise", sagte der Chef von Ericssons Netzwerksparte, Fredrik Jejdling, dem Fachdienst Light Reading. Der Abbau von Arbeitsplätzen werde voraussichtlich nicht den Bereich Forschung und Entwicklung betreffen. Ericsson rechnet laut Quartalsbericht mit Restrukturierungskosten von 500 Millionen Kronen (rund 46 Millionen Euro).

Ericsson-CEO Börje Ekholm bezeichnete die Übernahme von Kathrein dennoch als "Schlüsselinvestition". Im Antennenbereich sehe er gute Wachstumschancen, sagte der CEO am Mittwoch nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen. Allerdings müsse das Geschäft wettbewerbsfähiger aufgestellt werden und das brauche etwas Zeit. Das Update des Produktportfolios werde etwa anderthalb bis zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Ericsson hatte das Kerngeschäft von Kathrein im Februar vergangenen Jahres übernommen. Bei Abschluss des Geschäfts im Oktober 2019 wechselten rund 3500 Mitarbeiter der Produktsparte von Kathrein zu Ericsson. Die Bereiche Kathrein Solutions, Kathrein Sachsen, Kathrein Digital Systems und Kathrein Broadcast firmieren seither als eigenständige Unternehmen mit insgesamt rund 350 Mitarbeitern. (vbr)